Schulausbildung in Uganda

Aktion kleiner Prinz

Die Ausbildung, die die Organisation Soma Child Support Uganda (SCSU) jungen Menschen ermöglicht, trägt bei vielen bereits Früchte. Dank ihrer soliden Schulbildung konnten sie beruflich Fuß fassen. Elvira Pöhland, verantwortliche Leiterin von SCSU, berichtet, dass ein junger Mann sogar ein eigenes Catering-Unternehmen eröffnen konnte. Finanziell ist die Schule allerdings durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg und die damit verbundene Teuerung unter Druck geraten. Da Unterstützung von anderer Seite weggefallen ist, fehlt für einige Schülerinnen und Schüler das Schulgeld. Damit kein junger Mensch die Schule vorzeitig verlassen muss, hat die Aktion Kleiner Prinz beschlossen, das Budget 2023 zu erhöhen.

„Ich habe einige Kinder neu in unsere Schule aufgenommen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin die Grundschule besuchen können“, schreibt unsere Projektpartnerin Elvira Pöhland in ihrem Antrag auf finanzielle Förderung durch die Aktion Kleiner Prinz in 2023. Weiterhin berichtet sie, dass SCSU für einige Schüler das Schulgeld einer weiterführenden Schule übernehmen will. Die Schulgeld-Patenschaften waren von den Pateneltern gekündigt worden.

Die Organisation Soma Child Support Uganda betreibt in Nyabuteba, Kamwenge District im Westen Ugandas, eine Grundschule, die einzigartig in der Gegend ist. Der Schule angegliedert ist eine Art Internat: einfache Unterkünfte (Boarding houses) für Mädchen und Jungen. Die Gebäude hat SCSU in den letzten neun Jahren nach und nach mit finanzieller Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz errichtet. Unterkünfte für die Schülerinnen und Schüler sind sehr wichtig, denn die Kinder, die zum Teil in völlig abgelegenen Gebieten leben, können die Wege zu Fuß nicht bewältigen. Hinzu kommen Unterkünfte für Lehrer, denn qualifiziertes Lehrpersonal bekommt man in den entlegenen Regionen Ugandas nur, wenn Wohnungen zur Verfügung stehen. Um attraktiv als Arbeitgeber zu sein, bietet SCSU den Lehrkräften auch die Möglichkeit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Zu einer Schule gehören nicht nur Klassenräume und Wohngebäude für Schüler und Lehrer. Alltägliche Dinge wie Latrinen kommen hinzu oder müssen erneuert werden. In dem Budget, das die Aktion Kleiner Prinz finanziert, sind auch die Unterhaltskosten für ein Auto und für das SCSU-Büro enthalten

Seitdem weltweit die Nahrungsmittel teurer wurden und für viele Familien in Uganda unerschwinglich sind, müssen seit zwei Jahren die Kosten für Maismehl berücksichtig werden.

Weitere Planungen stehen an. Z.B. möchte SCSU ein Haus kaufen, in dem eine Schneiderwerkstatt untergebracht werden soll, so dass Mädchen mit Hilfe des Schneiderhandwerks ihren Lebensunterhalt verdienen können. Auch die Ausbildung in anderen Handwerksberufen möchte Frau Pöhland fördern

Es bleibt noch viel zu tun, aber das Erreichte kann sich schon jetzt sehen lassen. Elvira Pöhland ist mit Recht stolz darauf. „Dass wir etwas Besonderes sind, zeigt sich immer wieder, wenn Besucher und Beamte aus unterschiedlichen Regionen zu uns kommen und solch eine Schule vorfinden, in einer ländlich abgelegenen Gemeinde“, schreibt sie.

Die Zusammenarbeit mit Frau Pöhland hat 2009 in kleinem Maßstab dadurch begonnen, dass die Aktion Kleiner Prinz die Anschaffung von Moskitonetzen und Antimalariamedikamenten finanzierte.

Danach intensivierte die Aktion Kleiner Prinz die Zusammenarbeit mit SCSU. Sie finanzierte 2010 die Beschaffung medizinischer Hilfsgüter, danach in den Jahren 2011 und 2012 mehrere nachhaltige Gesundheitsprojekte in den Dörfern Nyamirima und Burunda im Sub County Ruteete. Schwerpunkte dieser Projekte waren Erkennung und Bekämpfung der Malaria, HIV/Aids Prophylaxe und Tests, Schwangerschaftsvor- und -nachsorge sowie Familienplanung.