Krieg in der Ukraine

Aktion kleiner Prinz

Aktion Kleiner Prinz hilft ukrainischen Flüchtlingen in Rumänien und Polen und unterstützt Kliniken in der Ukraine

Bereits seit Anfang März unterstützt die Aktion Kleiner Prinz, ihren langjährigen Kooperationspartner in Rumänien, die Caritas Satu Mare,  bei der Versorgung von ukrainischen Flüchtlingen. Es fehlt sowohl an Unterbringungs- Schlaf- und Waschmöglichkeiten als auch an Nahrungsmitteln, Wäsche und Hygieneartikeln.

Im April bat der Bürgermeister von Warendorfs polnischer Partnergemeinde Olesnica ebenfalls um Hilfe. Der erste Hilfstransport konnte am 3. Mai auf den Weg gebracht werden, der zweite folgte am 9. Mai. Weitere Unterstützung ist geplant.

Sowohl die Hilfsgüter, die nach Polen geschickt werden, als auch die, die für Rumänien bestimmt sind, werden nach  genauen Bedarfslisten zusammengestellt. Soweit möglich, werden die Hilfsgüter aber vor Ort eingekauft.

Viele Flüchtlinge nutzen Rumänien als Transitland und reisen zu Freunden und Verwandten in Europa weiter. Für diese Menschen fehlen z. B. Trockner, Waschmaschinen und Waschpulver, damit sie das, was sie am Leib tragen, waschen und trocknen können. Außerdem werden Lebensmittel benötigt, in kleineren Portionen, die haltbar sind und sofort verzehrt werden können, ohne dass man sie kocht: Müsliriegel, Fisch- und Wurstkonserven, Trockenfrüchte, Schokolade und und und… Für die Kleinkinder werden Windeln gebraucht.

Die Caritas Satu Mare stellt sich vor allen Dingen auf die Menschen ein, die länger in der Region Satu Mare und Baia Mare bleiben wollen oder müssen, da sie keine Freunde und Verwandte in den westlichen EU-Ländern haben. Es sind vor allem arme Familien, für die die Caritas in Satu Mare ein Haus im Nachbarort Baia Mare herrichtet. Die Aktion Kleiner Prinz unterstützt dieses Projekt finaanziell und hat die ersten Gelder bereits überwiesen.

Viele Menschen sind seit Tagen auf der Flucht und total erschöpft, wenn sie in Rumänien ankommen. Die Liste der Hilfsgüter, die für die länger bleibenden Familien benötigt werden, ist lang: Kochherde, Backöfen, Kühlschränke, Mikrowelle, Geschirr, Töpfe, auch Ladekabel für Smartphones. Mittelfristig sind auch PC und Internetzugänge erforderlich, damit die Frauen und Kinder Kontakt halten können zu den in der Heimat gebliebenen Ehemännern und Vätern.

Der Caritasdirektor Ioan-Laurentiu Roman sagte in einer Onlinekonferenz: „Wir müssen bei den Hilfen in Monaten denken, und wir werden uns eng mit den lokalen Partnern hier in Rumänien abstimmen.“  Die Aktion Kleiner Prinz hat Roman zugesagt, auch für den laufenden Lebensunterhalt von den 30 Flüchtlingen aufzukommen, die in dem Caritas-Haus in Baia Mare eine vorläufige Bleibe finden werden.

Für die Koordination der Hilfe in der Ukraine konnte die Aktion Kleiner Prinz Natalie Zeciri gewinnen. Sie hat ukrainische Wurzeln, lebt in Warendorf und ist gut mit Hilfsorganisationen in der Westukraine vernetzt.

In den Krankenhäusern der Westukraine fehlt es an Medikamenten. Niemand weiß, wie sich die Versorgungslage noch entwickeln wird. Auch hier hilft  die Aktion Kleiner Prinz. Der erste Hilfstransport,  ca 1 to Medikamente und andere medizinische Hilfsgüter, ist inzwischen in Lwiw angekommen  Der medizinische Bedarf ist gemäß einer umfassenden Bedarfsliste unserer Projektpartner bestellt worden: Antibiotika, blutstillende Mittel, Schmerzmittel …

Viele Frauen und Kinder, die ihre Heimat in der Ostukraine verlassen mussten und nun in der Gegend um Lwiw eine vorläufige Bleibe gefunden haben, benötigen für den täglichen Bedarf Hygieneartikel, Pflegeartikel, Shampoo, Decken… Um auch hier gezielt helfen zu können, stimmt Natalie Zeciri eine Hilfsgüterliste mit ihren Kontakten in der Ukraine ab.

Die seelischen Verletzungen der Kinder werden wie in allen Kriegen groß sein. Die Aktion Kleiner Prinz bringt auch Malstifte und Papier für die Kinder mit auf den Weg, damit sie die Möglichkeit erhalten, Leid auszudrücken.

Auch für geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche, die im Kreis Warendorf angekommen sind, setzt sich die Aktion Kleiner Prinz ein. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für den Kreis Warendorf finanzieren wir die Stelle einer Fachkraft, die sie bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen auf der Flucht unterstützt.