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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

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Strukturseiten (27)

Jahresbericht 2005

Der Jahreswechsel 2004/2005 wurde überschattet von dem apokalyptischen Ausmaß der Tsunami Flutkatastrophe, die Südostasien Weihnachten 2004 mit unvorstellbarer Naturgewalt heimgesucht hatte. Noch nie zuvor hatte die Weltöffentlichkeit so intensiv mit Spendengeldern helfend an einer Katastrophensituation anteilgenommen. Während alle großen Hilfswerke unmittelbar nach bekannt werden dieser Katastrophe zu Spenden aufriefen, entschloss sich unsere Kinderhilfsorganisation zunächst die weiteren Entwicklungen abzuwarten, um in deren Verlauf ein überschaubares Hilfsprojekt vor Ort zu finden, in dem etwaige Spendenmittel konkret und gezielt eingesetzt werden könnten. Aufgrund der fehlenden Repräsentanz im Katastrophengebiet war es für uns wichtig, zunächst nach verlässlichen Kontakten Ausschau zu halten, um der Verantwortung gegenüber den Spendern auch in vollem Umfang gerecht zu werden. Schon zu diesem Zeitpunkt ahnten wir die alsbald folgenden Schlagzeilen in den Medien: „Wo sind all die Spenden geblieben?“ Die nachfolgenden Wochen Anfang 2005 bestätigten unsere vorsichtige Zurückhaltung. Wir haben in den vergangenen 12 Jahren einen Lernprozess vollzogen, der uns zu dieser anfänglichen Zurückhaltung bewogen hat, und es zeigte sich, wie wertvoll es zu unserem Schutz sein kann, aus Erfahrung zu lernen.
Anfang Januar 2005 erreichte uns ein Hilferuf aus Lalgudi im Südosten Indiens, wo viele Kinder aus Fischerdörfern infolge der Flutkatastrophe zu Waisen wurden. Der katholische Pfarrer Victor, selbst Leiter der Hilfsorganisation NEST (Navadeepam Educational Social Trust), konnte unseren Vorstand davon glaubhaft überzeugen, dass der Bau eines Waisenhauses für die betroffenen Kinder eine überaus gezielte und wirksame Hilfestellung ist, die sich zeitnah bei entsprechender finanzieller Unterstützung umsetzen ließe. Derart betroffene Kinder, gerade weil sie ihren familiären Schutz verloren haben, können unter den sozialen Umständen in Indien sehr leicht zu Opfern von Ausbeutung werden. Ein behütetes Zuhause, sei es auch ein Waisenhaus, bietet Sicherheit und Schutz. Ebenso sind Ernährung, Zuwendung, Erziehung und elementare Stillung der kindlichen Bedürfnisse gesichert. Zudem könnten die Kinder zur Schule gehen, auch in Indien der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. Wir entschlossen uns, diesen Kindern zu helfen und stellten 55 000 Euro zum Bau dieses Waisenhauses bereit. Nach nur zehnmonatiger Bauzeit wurde das zweistöckige Haus „Good Shepherds Home“ jetzt offiziell fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben. 65 Kinder aus den Küstenregionen südlich von Madras haben mit unserer Hilfe ein neues Zuhause gefunden.
Dieter Grothues, Projektleiter unserer Kinderhilfsorganisation, ist derzeit in Begleitung seiner Frau Margret in Lalgudi vor Ort, um an der Einweihung des Hauses teilzunehmen und sich selbst von der gezielten und konkreten Umsetzung der Spendengelder zu überzeugen. Ebenso finden Arbeitsgespräche mit unserer Partnerorganisation NEST statt, um die weitere Entwicklung dieses Projektes zu planen. Insgesamt hat unsere Aktion Kleiner Prinz sich entschlossen, diesen Kindern eine gesicherte Lebensgrundlage bis zum Erwachsenwerden zu garantieren.
In einer ersten telefonischen Berichterstattung vom 24.01.06 zeigte sich Dieter Grothues begeistert, mit welcher Verlässlichkeit unsere indischen Partner die anvertrauten Spendengelder umgesetzt haben. Das Waisenhaus sei wunderbar, so Dieter Grothues, die Unterbringung und Betreuung der Kinder ausgezeichnet.
Nach Rückkehr aus Indien wird Dieter Grothues an einem gesondert terminierten Vortragsabend ausführlich über dieses erfolgreiche Hilfsprojekt berichten.
Seit 2002 fördert unsere Kinderhilfsorganisation den Bau des Bethesda-Hospitals in Goma/Kongo in Zentralafrika. Dr. Berndt Otte, Arzt für Allgemeinmedizin, in Warendorf aufgewachsen, jetzt wohnhaft in Wipperfürth,
Mitglied der Aktion Kleiner Prinz, war langjährig als Entwicklungshelfer im ehemaligen Zaire, heute Republik Kongo, tätig. In Kooperation mit der Evangelischen Mission wurde das Konzept für den Neubau eines Hospitals in Goma entwickelt, nachdem das bekannte Virunga-Hospital infolge eines Vulkanausbruchs völlig zerstört worden war. Bis Ende 2005 wurden von uns
109 000 Euro für die Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt. Neben dem Operationstrakt sind mittlerweile das Bettenhaus wie auch ein Verwaltungstrakt fertiggestellt. Weitere Anschlussbauten sind in Planung. Dr.Otte besuchte im November 2005 dieses Projekt, um sich persönlich vor Ort zu informieren und die Umsetzung der Spendengelder zu prüfen. Dr.Otte wird dieses schöne Projekt ebenfalls in Kürze in einem Vortrag eingehend vorstellen.
Seit 1995 fährt der ehrenamtliche Kindermitmachzirkus Pinocchio unter der Leitung von Josef Steinbusch, Aachen, auf Tournee zu den Kindern aus Bosnien. „Tränen, die du lachst, brauchst du nicht zu weinen“, unter diesem Motto üben die Kinder mit Clown Juppino Zirkusstücke ein, die dann dem neugierigen Publikum vorgeführt werden. Wie schon in den Vorjahren fördern wir diese schöne Tournee mit 2500 Euro jährlich.
Bis zum Beginn unseres neuen Vereinsjahres 2006 sind genau 99 Hilfstransporte auf den Weg zu bedürftigen Kindern und deren Familien gegangen. Seit einigen Jahren verbindet uns eine enge Zusammenarbeit mit der Caritas Satu Mare, Rumänien, die die von uns gelieferten Hilfsgüter an besonders bedürftige Familien verteilt, oder zu angemessenen Niedrigpreisen an entsprechende Familien weitergibt. Aus dem erzielten Erlös werden weitere Transporte finanziert. Insbesondere Bekleidungsüberschüsse, die wir von einem Textilunternehmen zur Verfügung gestellt bekommen, werden so in fast regelmäßigen Transporten zur Caritas nach Satu Mare gebracht. Transportaktivitäten zur Versorgung von Kindern in Kriegs- oder Katastrophengebieten fanden in 2005 nicht statt.
Im September 2005 reisten unser stellv. Vorsitzender Klaus Chmiel wie Projektleiter Dieter Grothues nach Bosnien, um den Fördervertrag für ein Ambulanzzentrum am Kinderkrankenhaus Banja Luka zu unterzeichnen.
Zunächst stellen wir 25 000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung.
In dem fertiggestellten Ambulanzzentrum sollen zukünftig schwerkranke Kinder tagsüber medizinisch versorgt werden, die dann über Nacht wieder zu ihren Familien zurückkehren können.
Auch besuchten Klaus Chmiel und Dieter Grothues das von uns seit 10Jahren vollständig geförderte Projekt „Oase“, dessen Mitarbeiter sich intensiv um Kinder und Jugendliche aus Krisenfamilien kümmern. Die „Oase“ ist ein psychosoziales Hilfsprojekt mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern, die insbesondere Ansprechpartner in Notlagen sind. Wir fördern dieses wertvolle Projekt mit 25 000 Euro jährlich.
Am 8.Dezember 2005 fand zum 10. Mal unsere seit 1995 alljährlich durchgeführte Weihnachtspäckchenaktion „Ich schenk Dir meinen Stern“ statt. Kinder aus unserer Region beschenken Kinder aus sozial bedürftigen Ländern zur Weihnacht. Wie in den Vorjahren ging auch 2005 die weihnachtliche Reise nach Rumänien. Vor Ort wurden die gesammelten 11 000 Päckchen von unseren langjährigen Kooperationspartnern „Sinergii“ wie auch der „Caritas Satu Mare“ an Heim- und Straßenkinder verteilt.
Seit Bestehen dieser Weihnachtsaktion sind über 76 000 Päckchen auf die winterliche Reise zu bedürftigen Kindern gegangen.
Besonderer Dank gilt Frau Beate Färber, die über viele Jahre die organisatorische Leitung wahrgenommen hat.
Unser stellv. Vorsitzender Klaus Chmiel hat in 2005 viele Schulen und Kindergärten besucht, um unsere Aktivitäten vorzustellen und gerade auch Kinder und Jugendliche für die Not ihrer Altersgenossen in Kriegs- und Katastrophenländern zu sensibilisieren. Viele kleine und größere Förderungen von Schulen und Kindergärten haben wir mit großem Dank entgegengenommen. Im Spätherbst 2005 konnten wir unsere neu herausgegebene Infobroschüre der Öffentlichkeit vorstellen. Frau Dr. Petra Höltzel hat hervorragende redaktionelle Arbeit geleistet und das gesamte Spektrum unserer Hilfsprojekte und Aktivitäten in dieser im neuen Outfit erschienenen Broschüre vorgestellt. Gesponsert wurde diese Broschüre vom Druckhaus Krimphoff in Warendorf. Wir sagen Danke!
Viele kleine Hilfen verwirklichten wir in Stille, haben oft mit Rat und Vermittlungen einen Weg für andere Hilfesuchende gebahnt, selbst wenn wir aus Satzungsgründen nicht unmittelbar finanziell helfen konnten. Vor Ort bei uns fördern wir die Kinder des Frauenhauses Warendorf, zuletzt durch Sanierung des Spielplatzes wie bei der Ausstattung eines Spielraumes. Uns liegt diese Hilfe für Kinder und Familien in sozialen Krisensituationen besonders am Herzen, weil eben hier Kinder in Not sind, dies mitten unter uns.
Mit dem Jahr 2006 gehen wir in das 13.Jahr unserer ehrenamtlichen Hilfe für Kinder in Not.
Möge uns diese Zahl 13 ganz besonders viel Glück und Aufmerksamkeit bescheren, Freude und Mut, auch dort zu helfen, wo Hoffnung und Zuversicht nicht mehr zuhause sind. Möge uns diese Zahl 13 beflügeln, viele Menschen für unsere Hilfen zu begeistern, damit auch morgen noch das möglich ist, was wir heute noch bewegen können.
Das DZI Spendensiegel 2005, welches wir nun in dreijähriger Folge zuerkannt bekamen, macht nach außen die Qualität unserer Arbeit objektiv sichtbar.
Wir dürfen darauf sehr stolz sein.

Warendorf, den 31.01.2006

Klaus Schäffer
Vorsitzender

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Jahresbericht 2004

Im Jahr 2003 begann für unsere Kinderhilfsorganisation ein neues Projekt in der Stadt Goma, ehemals Zaire, heute Republik Kongo. Nach einem schweren, verheerenden Vulkanausbruch wurde Goma fast vollständig zerstört, ebenso das dortige Virunga Hospital. So entstand am Rande der Stadt zunächst ein Provisorium als Feldhospital, welches dann durch ein Krankenhaus in Festbauweise ersetzt werden sollte. Nachdem 2003 mit unserer Hilfe der OP-Trakt errichtet worden war, beschlossen wir im Januar 2004, den Bettenhausbau mit 35 000 Euro zu fördern. Unser Mitglied Dr. Bernd Otte aus Wipperfürth hält regelmäßigen Kontakt zu diesem Projekt und ist schon mehrfach vor Ort gewesen, zuletzt im September 2004.

Im Februar 2004 starteten unser 76. und 77. Transport nach Satu Mare/Rumänien mit 175 Kubik neuwertiger Kinder- und Jugendkleidung. Schon im April folgte rasch der 78. und 79. Hilfstransport, ebenfalls nach Satu Mare, mit 16 000 Teilen Kinder- und Jugendkleidung. Im Jahr 2003 konnten wir durch großzügige Unterstützung des Unternehmens Takko Modemärkte ca. 80 000 Teile solch neuwertiger Kleidung zur Caritas Satu Mare bringen, die für die Verteilung an hilfsbedürftige Kinder, Jugendliche wie auch Familien zuständig ist.

Zum dritten Mal in Folge wurde uns im April 2004 das DZI Spendensiegel zugesprochen, als Qualitätssiegel für satzungsgemäßen Einsatz der Spendengelder. Ein Dossier kann über das DZI Berlin, www.dzi.de, angefordert werden.

Im Mai 2004 fand in Bukarest das 5. Internationale Kolloquium der „Generatia Foundation“ statt, bei dem 120 junge Fachleute der Kinder- und Jugendpsychotherapie aus Rumänien wie auch aus Osteuropa zusammenkamen. Seit 1998 fördert die Aktion Kleiner Prinz das Projekt Generation, welches den Aufbau einer qualifizierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Rumänien zum Ziel hat. Derzeit arbeiten ca. 12 Fachkräfte in diesem Projekt.

Im Mai 2004 wurde das Haus für die vier verwaisten Kinder aus Banja Luka/Bosnien fertiggestellt, welches mit Hilfe unserer Spender möglich war. Durch diese Hilfe konnte verhindert werden, dass die Geschwister infolge des Todes beider Eltern in ein Waisenhaus mussten. Onkel und Tante haben die Fürsorge übernommen. Begleitet wird diese Sorge um die Kinder durch Mitarbeiter unseres psychosozialen Projektes Oase in Banja Luka.

Im Mai 2004 forderte die verheerende Flüchtlingskatastrophe im Sudan, Darfur-Region, unser Engagement. Seit März 2003 befanden sich ca. 800 000 Menschen auf der Flucht vor marodierenden Rebellengruppen. 110 000 Menschen flohen in den grenznahen Tschad und waren von Hunger und Krankheiten bedroht. In Zusammenarbeit mit Caritas International unternahm AKP eine Hilfsinitiative, so dass bereits im Juni 2004 1050 Familienzelte von Dubai in den Tschad geflogen werden konnten, um ca. 7 000 Flüchtlingen Obdach zu geben. Wir stellten für diese Hilfe 50 000 Euro zur Verfügung.

Jubiläum im Juli 2004: Unser 80. Transport startet nach Rumänien. Mit an Bord zwei gespendete Reitsättel für das therapeutische Reiten in einem Heimprojekt in Homorrod.

Ende Juli 2004 landet der 10jährige, schwer herzkranke Ammanuh aus Afghanistan auf dem Frankfurter Flughafen, in Begleitung von Klaus Benning, gebürtig aus Saerbeck bei Münster, der als Krankenpfleger in einem Hilfsprojekt im Hindukush gearbeitet hat. Der kleine Ammanuh ist unmittelbar vom Tod bedroht, erfolgt nicht rasch eine rettende Herzoperation. Mit unserer Hilfe konnte der kleine Junge Anfang August 2004 in der Herzchirurgie Münster erfolgreich operiert werden. Ammanuh erwacht aus der Narkose: „Alles klar!“, sagt er zum Erstaunen der Ärzte auf der Intensivstation. Nach Erholungsurlaub bei der Familie Benning in Saerbeck kehrte Ammanuh in Begleitung von Klaus Benning Mitte September 2004 in sein Bergdorf im Hindukush zurück. Der Opa des Jungen, ein Dorfältester, war zunächst verärgert über die überraschende Rückkehr des Jungen, da ihm keine Zeit vergönnt wurde, ein Schaf für das Gastmahl vorher vorzubereiten.

Im Juli 2004 findet das Internationale Warendorfer Froschrennen statt am Emskolk, wobei in diesem Jahr erstmals der Reinerlös zugunsten unserer Kinderhilfsorganisation gedacht ist. Durch Sponsoring der Sparkasse Münsterland Ost und durch das Engagement zahlreicher AKP-Helfer wird dieses einmalige Ereignis, wo Spaß und Hilfe sich verbinden, zum großartigen Erfolg.

Im September 2004 gedenken wir mit vielen Warendorfer Kindern und Jugendlichen teilnehmender Schulen der Opfer des Terroranschlags von Beslan/Russland, wo am 3.September 2004 335 Menschen getötet wurden, davon 156 Kinder. Die Gedenkfeier fand in der St. Laurentius Kirche Warendorf statt.

Im November 2004 gastierte der bekannte niederländische Klaviervirtuose und Komponist Fred Oldenburg im TAW in Warendorf. Dieses Benefizkonzert erfreute so manche Zuhörer.
Ebenfalls im November 2004 wurde die neue CD des Kinder- und Jugendchores Freckenhorst vorgestellt: Weihnachtslieder für Kinder dieser Welt. Ein Teil dieses Erlöses gewidmet für unsere Projektarbeit. Wir freuen uns über solche schönen Hilfestellungen.

Noch im November 2004 startete der 82.Transport nach Satu Mare/Rumänien.

Am 1. Dezember 2004 dann das alljährliche Highlight unserer Aktion Kleiner Prinz:
Zum 10. Mal findet unsere Weihnachtspäckchenaktion „Ich schenk Dir meinen Stern!“ statt. Bisher gingen insgesamt ca. 62 000 dieser weihnachtlichen Kinderüberraschungen an Kinder und Jugendliche in benachbarte Krisenländer. Auch in 2004 beteiligten sich über 120 Einrichtungen aus nah und fern, Kindergärten, Tagesstätten wie auch Schulen aller Stufen an dieser schönen Weihnachtsaktion. Zwei 20 Tonnen Trucks mit je 100 Kubik wurden auf dem Wilhelmsplatz in Warendorf beladen und machten sich dann gegen Mittag auf die Reise nach Mediash und Satu Mare in Rumänien. Mehr als 10 000 Päckchen gingen auf den Weg.

Ein weiteres vorweihnachtliches Glanzlicht gab es am 6. Dezember im Theater am Wall in Warendorf. Das Theater „Don Kid’schote“ aus Münster erfreute Kinder und Erwachsene mit drei Benefiz-Vorstellungen des Weihnachtsmärchens „William Goldtaler II“, frei nach Dickens.

Im Januar 2005 beschließt unsere Aktion die Förderung eines Waisenhausprojektes in Lalgudi im Südosten Indiens, Bundesstaat Tamilnadu, ca. 90 km von der Küste entfernt. Diese Region wurde schwer durch die Flutkatastrophe verwüstet, allein 8 000 Tote waren hier zu beklagen. Durch Kontakt mit dem katholischen Pfarrer Victor, der Leiter der Navadeebam Educational Social Trust (NEST) ist, einer quasi indischen Hilfsinitiative für verwaiste Kinder, aber auch andere sozial schwache Kinder, die eine Chance zum Schulbesuch erhalten sollen, wird jetzt ein schönes Hilfsprojekt realisiert: Der Bau eines Waisenhauses für ca. 50 Kinder, die Opfer der Flutkatastrophe wurden. Im Februar 2005 wurden die Planungen fertiggestellt. Ca. 700 qm Wohnfläche für 50 Kinder von 5-15 Jahren, betreut von 5 Erziehern. Unsere Aktion trägt die Realisierungskosten in Höhe von ca. 50 000 Euro. Außerdem sollen diese Waisenkinder bis zu ihrer Schulentlassung finanziell abgesichert sein und in ein später selbstständiges Leben begleitet werden. Das Waisenhaus in Lalgudi soll jetzt ihr neues Zuhause werden.

Am 27. Februar 2005 erfolgte die Grundsteinlegung für das Waisenhaus.

Über unsere laufenden Projekte sind ständig Informationen auf unserer homepage:
www.Aktion-Kleiner-Prinz.de abrufbar.

So war dieses Vereinsjahr 2004-2005 wiederum ein engagiertes Jahr der vielfältigen Hilfen für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten. Zum vierten Mal wurde uns jetzt erneut das DZI Spendensiegel 2005 zuerkannt. Mein Dank gilt unserem Vorstand für die kontinuierliche Arbeit, die uns allen viel Freude bereitete, insbesondere aber auch unserem Büro-Team, welches für Präsenz jeweils donnerstags sorgt. Auch danke ich Margret Grothues, die schon seit einigen Jahren einen Weihnachtsstand auf dem Weihnachtsmarkt mit eigenem Team organisiert. Ebenfalls Beate Färber, die sich seit Jahren engagiert für die Organisation der Weihnachtspäckchenaktion einsetzt, letztlich ihr persönlicher Erfolg, so viele Einrichtungen für eine Teilnahme zu begeistern. Ungenannt bleiben alle großen und kleinen Helfer im Hintergrund, aber danken wollen wir ihnen von Herzen für die großartige Unterstützung, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.

Klaus Schäffer
Vorsitzender
Warendorf, den 14. März 2005

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Jahresbericht 2003

Das Jahr 2003 sollte für unsere Kinderhilfsorganisation ein besonderes Jahr sein, gingen wir doch mit großen Schritten auf unser 10 jähriges Gründungsjubiläum am 18.Oktober 2003 zu. So diskutierten wir in unserem Vorstand, in welcher Form, welchem Rahmen wir dieses Jubiläum begehen wollten. Im Verlauf dieses Entscheidungsprozesses kamen wir überein, diesen Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte als festliches Miteinander und gegenseitiges Kennen lernen in den freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten der Gesellschaft „Harmonie“ in Warendorf zu begehen. Es war ein gemütlich-festlicher Abend, der diejenigen miteinander in Kontakt brachte, die mangels eines „typischen“ Vereinslebens sonst nicht miteinander ins Gespräch gekommen wären. Somit war dieser Abend ein vereinsinterner Schritt nach vorn und sicher wertvoll, wiederholt zu werden. Insgesamt haben wir uns aus Imagegründen, organisatorischen wie Kostengründen gegen die „Große Jubiläumsbühne“ entschieden, was zumindest von unseren über Jahre verbundenen Förderern sicher als angemessen beurteilt wurde. Auf der anderen Seite eröffnet natürlich ein solches Jubiläum viele Möglichkeiten, auch über dem lokalen Tellerrand Aufmerksamkeit und damit finanzielle Förderung zu ermöglichen. Fast kann man sich im Nachhinein nicht des Eindrucks erwehren, dass so manche Institution, so manches Medium eigentlich von uns erwartet hatte, eine solche öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten, um entsprechend Applaus oder öffentliche Zuneigung zum Ausdruck zu bringen. Denn niemals waren Reaktionen auf unser 10 jähriges Jubiläum stiller und kaum wahrnehmbar als zu diesem eigentlich doch großen Meilenstein. Auch, im Hinblick auf die Leistungen im Rahmen unserer Kindernothilfe, die sich zwar schwerlich angemessen, aber dennoch in der Gewichtung schon in Euro-Summen ausdrücken lassen. Diese Reaktionslosigkeit, man möge uns nicht ein „fishing for compliments“ unterstellen, wurde insbesondere dadurch exemplarisch deutlich, dass nicht einmal unsere Heim- und Gründungsstadt Warendorf, vertreten durch ihren Bürgermeister, von diesem Jubiläum Kenntnis nahm.
Im Mai 2003 gastierte Rolf Zuckowski mit Band in der Ennigerloher Olympiahalle, quasi als Jubiläumsgeschenk für unsere Aktion zum 10.Geburtstag. Ertragsmäßig war dieses Konzert eine einzige Katastrophe, konnten nicht einmal 30 Prozent der über 800 Karten verkauft werden. Selbst dies nicht als Benefiz und unter massivem Werbesponsoring der Tageszeitung „Die Glocke“, die sich redaktionell wie durch die Größe der Anzeigen respektable Mühe gab, diesem Konzert zum Erfolg zu verhelfen. Alle anderen Medien waren narkotisiert im Grönemeyer-Fieber, gab doch dieser zwei Tage später sein Open-Air-Konzert in Ahlen. Sicher, ein Rolf Zuckowski ohne Band, vor tausend Kindern, dies wäre eine andere, anziehungskräftigere Ebene gewesen. Jedoch sollte dieses Konzert Tournee-Start sein, Promotion für die erste Band-CD. Ein neues Musikerlebnis für Familien, was sicherlich entsprechende Resonanz verdient hätte. Um nicht vor kleinem Publikum zu spielen, haben wir dann kreativ reagiert und alle Kindergärten im Kreis, deren Teams, als Dankeschön für entgegengebrachtes Engagement, als unsere Gäste zu diesem Konzert eingeladen. Die Resonanz war überwältigend, das Konzert musikalisch wie menschlich ein wunderbares Erlebnis. So blieb uns nichts anderes übrig als Rolf Zuckowski und seiner Band von Herzen zu danken und auch allen, die sich nach Ennigerloh auf den Weg gemacht hatten.
Da uns bewusst war, dass unser 10jähriges Jubiläum eine durchaus gute Möglichkeit bot, neue Förderer für unsere Aufgaben und Projekte zu gewinnen, entschlossen wir uns, erstmalig eine Informationsaktion in Form einer Beilage bei der Kirchenzeitung „Kirche und Leben“ in ausgewählten Regionen des Bistums Münster durchzuführen. Da unser bisheriger Info-Prospekt wegen überholter Aktualität einer neuen Konzeption bedurfte und die Restbestände aufgebraucht waren, gestalteten wir diesen neu, insbesondere durch Hinzufügung einer speziellen Projektinformation. Zusätzlich beschlossen wir, alle bisherigen Spender über unsere Arbeit zu informieren, so dass unter finanzieller Portohilfe der Sparkasse Münsterland Ost schließlich ca. 8000 Briefe auf den Weg gingen. Wie sich später dann herausstellen sollte, war die Resonanz auf diese Informationsaktion durchaus beeindruckend. Allein im Dezember 2003 gingen mehr als 100 000 Euro Spenden bei uns ein. Sicherlich auch in bezug auf diese Briefaktion. Jedenfalls führte dieser Spendenerfolg zur gewünschten Befähigung, gerade die laufenden Projekte auch weiterhin wirksam unterstützen zu können. Unsere anfängliche Planung, eine umfassendere Informationsschrift zu 10 Jahren AktionKleiner Prinz herauszugeben, haben wir aus Kostengründen zurückgestellt, da wir der Meinung sind, dass eine zwar repräsentative, aber kostenintensive Lösung derzeit angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nur sehr schwer akzeptabel sei, und wir uns nicht erklärenden Diskussionen aussetzen wollten.
An dieser Stelle möchte ich gerade dem Ehepaar Gabi und Peter Wild unseren großen Dank aussprechen, hatten sie sich bereiterklärt, die redaktionelle Entwicklung dieses Projektes zu übernehmen. Vielleicht können wir unter einer neuen Ausgangssituation erneut auf diese Möglichkeit zur Darstellung zurückkommen. An Stelle dieser Konzeption wurde dann unser jetziges, kleines, aber allseits belobtes Info-Heft zu 10 Jahren „Aktion Kleiner Prinz“ realisiert, welches durch ein 100prozentiges Sponsoring der Druckerei Krimphoff ermöglicht wurde. Wir danken für diese großzügige Geste der Unterstützung.
Im Jahr 2003 wurde uns zum 2.Mal das DZI-Spendensiegel zuerkannt. Maßgebliche Unterstützung in der Vorbereitung der Prüfungsphase, die vom DZI in Berlin unter strengen Maßstäben vorgenommen wird, erhielten wir durch den Ennigerloher Steuerberater und Buchprüfer Herrn Rudolf Senger, der den offiziellen Prüfbericht vorlegte. Dies, ohne Kostenrechnung. Für den Spendensiegelantrag 2004 erfolgte bereits die Prüfung durch Herrn Senger. Auch ihm gilt an dieser Stelle unser verbundener Dank für diese wichtige Arbeitsleistung.
Mittlerweile haben über 8000 Internetbesucher unsere Homepage aufgesucht, um Informationen zu unserer Kinderhilfsorganisation zu erfragen. Dank der intensiven Gestaltung und kontinuierlichen Aktualisierung durch Daniel Grothues, war es uns möglich, diese exzellente Visitenkarte nach außen zu präsentieren. Gerade hier wurde uns deutlich, wie speziell hier ein Profi-Wissen erforderlich ist, um erfolgreich eine wirksame Außenwerbung zu entwickeln. Vielfach wurde diese Homepage von Kennern der Materie hoch gelobt. Wir sind überaus dankbar, dass uns diese Möglichkeit durch Daniel Grothues eröffnet wurde.
Im Frühjahr 2003 zeichneten sich die ersten Warnhinweise auf einen unmittelbar bevorstehen Krieg im Irak ab. Schon lange vor Kriegsbeginn hatten wir Kontakt geknüpft mit den „Architekten für Menschen in Not“ in Bagdad, die dort seit längerem im Rahmen eines EU-Projektes im Bereich des Schulbaus wie auch dem Bau von Wasseraufbereitungsanlagen tätig waren. Zunehmend auch als Nothelfer in Anspruch genommen, fehlte den Mitarbeitern um Alexander Christof die entsprechenden finanziellen Mittel, um all den Erfordernissen nachkommen zu können. So stellen wir insgesamt 50 000 Euro Hilfe zur Verfügung, um Kindern in den Waisenheimen, Straßenkindern wie auch Familien eine Notversorgung zu ermöglichen. Zusammen mit APN und der französischen Hilfsorganisation „Enfant du Monde“ riefen wir das „Hilfsnetz Bagdad“ ins Leben, um weitere Finanzhilfen für die substantielle Nothilfe vor Ort zu ermöglichen. Auch „Cap Anamur“ mit Ruppert Neudeck unterstützen dieses Hilfsnetz großzügig, ja forderte sogar in einer WDR-Talkshow zur finanziellen Unterstützung auf. Unsere Aktion Kleiner Prinz war die erste deutsche Hilfsorganisation, die die wertvolle Arbeit von APN in Bagdad förderte. Wobei auch erwähnt werden muss, dass Alexander Christof und APN auch während des Krieges durchgehend in Bagdad aktiv waren, während sogar die UN alle Mitarbeiter in dieser Phase abgerufen hatte.
Wie man unserem Projektplan 2004 entnehmen kann, ist eine weitere Fortsetzung der Zusammenarbeit mit APN in Bagdad geplant, z.B. durch Förderung eines Schulaufbau-Projektes.
Im Juni 2003 gastierte der von uns seit Jahren geförderte Kindermitmachzirkus „Pinocchio“ im St. Katharina Kindergarten in Warendorf. Unter Anleitung durch Joseph Steinbusch, alias Clown Juppino, übten die Kinder mit den Erzieherinnen ein buntes Zirkusprogramm ein, welches dann vor den Großeltern und Eltern der Kinder aufgeführt wurde. Dieses unvergleichlich schöne Geburtstagsgeschenk hat uns alle begeistert!
Über das Jahr 2003 wurden unsere praktischen Hilfen in Form von Hilfsgüter-transporten fortgesetzt. Ziel dieser Transporte war die Caritas Satu Mare, die über ein funktionierendes Abhol- wie auch Verteilungssystem verfügt. Insbesondere durch die großzügige Überlassung von Bekleidungsüberschüssen der Takko-Märkte konnten diese Hilfstransporte mit wertvollen Gütern bestückt werden. Zum einen wurden diese neuwertigen Waren an hilfsbedürftige Familien und Kinder durch die Caritas Satu Mare verteilt, zum anderen wurde ein Teil zu einem Anerkennungs-betrag an sozial Bedürftige verkauft, um auf diese Weise die Kosten für die Transporte zu decken. Ein funktionierendes System der Hilfe zur Selbsthilfe. Zusätzlich schickten wir Spielzeugspenden, gestiftete Kindergebrauchtkleidung wie sonstigen Kinderbedarf mit auf den Weg.
Insgesamt gingen in diesem Vereinsjahr 9 Hilfstransporte auf den Weg zur Caritas Mare. 78 Hilfstransporte insgesamt seit Vereinsgründung im Oktober 1993. Das sind ca. 1560 Tonnen praktische Hilfen für Kinder und Familien in Not. Im Dezember 2003 fand zum 8.Mal unsere alljährliche Weihnachtspäckchen-Aktion unter dem Motto „Ich schenk' Dir meinen Stern“ statt. Insgesamt wurden ca. 9000 Päckchen von Kindern unserer Region in Kindergärten, Schulen und Kindertagesstätten liebevoll verpackt, um sozial benachteiligten Kindern eine weihnachtliche Freude zu bereiten. Im Jahr 2003 gingen 6000 dieser Päckchen wie schon in den Vorjahren zu den Heim- und Straßenkindern nach Bukarest in Rumänien, erstmalig auch 3000 Päckchen in den Kosovo, nahe Prizren, wo in einem Projekt der „Gesellschaft für bedrohte Völker“, Göttingen, Roma-Flüchtlingsfamilien unterstützt und integriert werden. Unter der Leitung von Paul Polanski, selbst Journalist und Schriftsteller, wurden diese Weihnachtspäckchen an Roma-Kinder, aber auch kosovarische Kinder verteilt.
Seit unserer ersten Weihnachtsaktion im Jahr 1995 sind mittlerweile ca 52 000 Päckchen auf die winterliche Überraschungsreise gegangen. Besonderer Dank gilt Frau Beate Färber und ihrer hier namentlich ungenannten Zahl von Helferinnen und Helfern, die den Erfolg dieser Weihnachtsaktion mit Siebenmeilenstiefeln vorangetragen haben. Kaum mehr ist möglich!
Zum zweiten Mal war unsere Aktion Kleiner Prinz in diesem Jahr 2003 auf dem Weihnachtsmarkt mit einem eigenen Stand vertreten, an dem Holzspielzeug und weihnachtlicher Schmuck aus dem Straßenkinderprojekt in Satu Mare erworben werden konnte. Nach vorheriger Ausstellungsmöglichkeit im Foyer des Josephshospitals Warendorf, war auch in diesem Jahr die Nachfrage mehr als groß, so dass Margret Grothues und ihr Team keine Sorgen haben mussten, unterbeschäftigt zu sein. Wiederrum eine gelungene Präsentation unserer Aktion in der Öffentlichkeit. Der Verkaufserlös wurde der Projektarbeit zugeführt.
Zusammenfassend war auch unser 10.Jahr seit der Gründung unserer Kinderhilfsorganisation im Jahr 1993 ein großer, begeisternder Erfolg. Insgesamt belief sich die Gesamtspendensumme auf 425 926 Euro, unsere Gesamtausgaben im Sinne unserer Satzung auf 408 323 Euro. Unsere Verwaltungskosten betrugen 4,69 Prozent. 366 Mitglieder fördern unsere Arbeit. Für das nun begonnene 11.Vereinsjahr 2004 haben wir uns viel vorgenommen. Insgesamt wurden bis heute 264 054 Euro zur Projektfinanzierung bewilligt. Unser gemeinsames Ziel ist es, durch Gewährleistung von längerfristigen Förderungszusagen Kontinuität und Planungssicherheit für die Projektverantwortlichen vor Ort herzustellen. Ebenso können durch diese Perspektivsicherungen auch besonders qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Projekte gebunden werden, was für unsere Qualitätskontrolle, so weit es uns möglich ist, von besonderer Bedeutung ist. Vor-Ort-Besuche gewährleisten zusätzliche Förderungssicherheit und letztlich auch Rechenschaftsfähigkeit vor unseren Spendern.
Unser gemeinsames Ziel ist es zudem, neue Mitarbeiter/ Interessierte für unsere vielfältigen Aufgabenstellungen zu gewinnen. Letztlich das ein oder andere in getreue und helfende Hände zu übergeben, damit gebundene Kräfte für zusätzliche Aufgabenstellungen frei werden. Wir stehen gerade hier auch in unmittelbarer Verantwortung im Hinblick auf ein gesichertes Fortbestehen unserer Kinderhilfsorganisation, denn die Zukunft, in die wir gehen wollen, ist letztlich auch davon abhängig, ob wir befähigt sind, unser Engagement durch besonders viele, hilfreiche Hände wirken zu lassen. Humanitäres Engagement lässt sich letztlich nicht durch Fachstudium erlernen, sondern nur durch ein vom Herzen getragenes praktisches Handeln. So freuen wir uns über jedes Zeichen mitwirken und mitgestalten zu wollen. Und sei es auch nur ein winziges Engagement. Nur so wird uns ein Fortbestehen möglich sein. Reihen können nur geschlossen und fortgesetzt werden, wenn andere die Möglichkeit haben nachzuwachsen. Das ist unser ausdrücklicher Wunsch!
Klaus Schäffer
Vorsitzender
Warendorf, den 23.März 2004

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Jahresbericht 2002

10 Jahre unbürokratische Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten
18.Oktober 1993 - 18.Oktober 2003

"Man mag es sich kaum vorstellen..."

"Man mag es sich kaum vorstellen" - dieser zumeist leise ausgesprochene Satz war wohl der häufigste von allen Gedanken in den zurückliegenden 10 Jahren, der uns Mitarbeitern der ehrenamtlichen Kinderhilfsorganisation "Aktion Kleiner Prinz e.V." aus tiefster Seele kommend, über die Lippen ging. -"Man mag es sich kaum vorstellen"- dieses anfangs sprachlos machende, aber uns tiefberührende Entsetzen über das stille Leiden und Sterben der Kinder im Bosnienkrieg, weckte in uns 1993 den Wunsch, die eigene, lähmende Ohnmacht zu überwinden und durch Gründung unserer Kinderhilfsorganisation einen helfenden Beitrag zur Linderung der Not von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten mit Hilfe der Unterstützung unserer Mitmenschen zu leisten. Am 18. Oktober 2003 können wir auf 10 Jahre vielfältiger Hilfseinsätze zurückschauen und zugleich einen kleinen, mutigen Ausblick auf die kommende Dekade wagen.

Im Zeichen eines die Menschen in der Welt erschreckenden und das Vorstellungsmaß an Grausamkeiten und Zuwiderhandlungen gegen die elementare Menschenwürde überschreitenden Krieges, begann die humanitäre, unbürokratische Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten, wo Kinder und Jugendliche Tag für Tag zum still leidenden Opfer von Krieg, Gewalt, Verfolgung und Katastrophen wurden. Angesichts des jetzt die Welt erschreckenden Krieges im Irak, in dem die Kriegsmethodik "chirurgisch sauberer und selektiver" sein soll, um die sogenannten "zivilen Kollateralschäden" zu minimieren, zugleich das Leiden, die Not und das Sterben der Menschen mittels hochtechnisierter Medien hautnah und unmittelbar berührend, zu uns herüberkommen; angesichts dieses Krieges, der uns alle mit großer Sorge erfüllt, gehen wir jetzt in unser 10.Jahr seit Vereinsgründung.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - ein winziges Stück ist es uns gelungen, das Licht der Hoffnung für die im Abseits leidenden Kinder in Not ein wenig heller und wärmer leuchten zu lassen. Nicht zuletzt durch das unvorstellbar große Vertrauen vieler Menschen, groß und klein, weit über unsere münsterländische Region hinaus. Ohne diese fantastische finanzielle und materielle Hilfe wären wir auch nach 10 Jahren besten Bemühens hilfslose Helfer geblieben. Mit ebenso großem Dank wenden wir uns den verschiedenen regionalen und überörtlichen Medien zu, die unser Anliegen mit Herz und journalistischem Eifer überzeugend und informierend zu den Menschen in Stadt und Land getragen haben. Sie waren und sind letztlich Sprachrohr, auch Anwalt der Kinder in Not, die darauf hofften und hoffen, dass ihr Hilferuf nicht überhört wird.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - das Jahr 2002 startete noch ganz im Nachklang unserer erfolgreichen Winterhilfsaktion für die afghanischen Flüchtlingskinder. Zwei große Iljushin-Transportmaschinen starteten im November 2001 vom FMO-Flughafen Münster/Osnabrück, bis an den Rand vollbeladen mit qualitativ guter Kinderwinterkleidung, die von tausenden Familien und Bürgern unserer Region gespendet wurden, damit afghanische Kinder in den vom Wintereinbruch heimgesuchten Flüchtlingslagern eine Überlebenschance erhalten.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - 25.000 Kinder und 8025 Babys konnten nach offiziellem UNICEF-Bericht mittels dieser raschen und unbürokratischen Soforthilfe vor dem Kältetod geschützt werden. Unsere laufenden Förderungen für verschiedene Projekte in Rumänien, Bosnien und Mosambik konnten wir, wie in den Vorjahren, fortsetzen und zum Teil intensivieren und erweitern.
Das zweite Halbjahr 2002 war geprägt von unserer Hilfestellung für das von der Flutkatastrophe schwer in Mitleidenschaft gezogene Kinderheim des Landkreises Bitterfeld. Durch großartige Spendenbereitschaft vieler Menschen, Initiativen und Unternehmen aus freier Wirtschaft und Industrie wurden wir in die Lage versetzt, für die kompletten Sanierungsmaßnahmen die finanzielle Verantwortung zu übernehmen. In schnellen Schritten verliefen die Renovierungsmaßnahmen, so dass die ca. 30 Kinder nach wochenlanger, anstrengender Evakuierung wieder in ihr Zuhause zurückkehren konnten. Einen weiteren wichtigen Beitrag leisteten wir bei der Renovierung und Neuschaffung eines Begegnungshauses für Straßenkinder in Satu Mare/Rumänien, wobei wir die Komplettsanierung der Fenster, Türen und Sanitäreinrichtung finanzierten, wie auch für die Heimausstattung mit neuem, eigens in Rumänien angefertigtem Mobiliar die finanzielle Absicherung übernahmen. Am Sonntag, den 30.März 2003, ist unser Team unter Führung unseres Projektleiters Dieter Grothues nach Bosnien aufgebrochen, um in Ljubija, einem Vorort der Stadt Prijedor, einen mit unserer finanziellen Hilfe komplett sanierten Kindergarten für ca. 100 Kinder zu übergeben.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - aber das Jahr 2002 endete schon wie in den Vorjahren seit 1995 mit unserer alljährlich zur festen Tradition gewordenen Weihnachtspäckchenaktion unter dem Leitgedanken "Ich schenk' Dir meinen Stern": Kinder helfen und bauen Brücken.
7500 liebevoll gefüllte Weihnachtspäckchen im Wert von 75.000 Euro gingen auf die weite, winterliche Reise zu den Heimund Straßenkindern nach Bukarest und Satu Mare in Rumänien, wo sie im Beisein unserer Helfer an die mit großen Augen staunenden und sehnsüchtig wartenden Kinder verteilt wurden. Solidarische Herzensbrücken zu bauen zwischen Kindern hier bei uns, denen es zumeist gut geht und Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, dies ist unser Anliegen seit dem erstmaligen Start dieser Weihnachtsaktion im Jahr 1995. Ca. 35.000 Päckchen gingen seither auf die Reise.
Auch in den anderen von uns geförderten Projekten wurde im Jahr 2002 hervorragende Arbeit geleistet. Zu nennen ist die "Oase" in Banja Luka, deren Mitarbeiter sich der Betreuung und psychosozialen Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien in sozialen Krisen widmen. Zusätzliche Schwerpunkte sind die Selbstmordvorbeugung bei Kindern und Jugendlichen in sozialen Notlagen, wie auch die Begleitung von tumorkranken Kindern und deren Familien in Banja Luka.
Weiterhin das Team der "Generation" in Bukarest, welches vor nunmehr drei Jahren damit begonnen hat, in Rumänien eine neue Basis für eine fachgerechte und qualifizierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu schaffen. Große Schritte sind seither getan, eine Basis, auf der hoffnungsvoll aufgebaut werden kann, ist geschaffen. Vielen Kindern konnte in diesem Entwicklungs- und Behandlungsprojekt seelische Hilfestellung gegeben werden, um erlittene Traumatisierungen zu mildern und wenn möglich, zu überwinden. Unter der Ceaucescu-Diktatur wurde dieser wertvolle Behandlungszweig verboten. Mit der Gründung von "Generation" vor drei Jahren eine fachliche Erneuerung im Sinne eines "Vorreiter-Projektes für Ost-Europa" geschaffen. Unser Dank gilt an dieser Stelle insbesondere Frau Professor Ilany Kogan, Psychoanalytikerin und Therapeutin aus Tel Aviv/Israel, die die Projektentwicklung in regelmäßigen Besuchen als Supervisorin in Bukarest begleitet. Ebenso Herrn Professor Peter Riedesser, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie am UKE Hamburg, der die Projektentwicklung entsprechend der gültigen Standarts im Fachgebiet fördert.
Das ursprünglich als Rehabilitationszentrum für ehemalige Kindersoldaten in Mosambik neuerbaute Begegnungshaus in Zimpeto, einem Vorort der Hauptstadt Maputo, wird jetzt, nachdem die ehemaligen Kindersoldaten erwachsen sind, als Zentrum für die Betreuung, Behandlung und soziale Fürsorge von Kindern aus sozialen Brennpunkten, insbesondere auch HIV-infizierten Kindern, weitergeführt. Sämtliche Personal- und Sachkosten, die dieses Betreuungszentrum in Zimpeto betreffen, werden von der Aktion Kleiner Prinz e.V. getragen, derzeit 35.000 Euro pro Jahr.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - im Jahr 2002 betrug die Gesamtsumme der Spendeneinnahmen(Geld- u. Sachspenden) 409.912 Euro.
Davon entfielen 346 998 Euro auf Geldspenden, wie 58 743 Euro auf Sachzuwendungen(Hilfsgüter).

Die Gesamtsumme unserer Ausgaben in 2002 belief sich auf 406.897 Euro.
Unsere Verwaltungskosten betrugen 21.051 Euro, das sind 5,1% der Spendeneinnahmen.
Das Jahr 2003 begann unter den dunklen Vorzeichen des unmittelbar bevorstehenden Krieges gegen den Irak. Seit nunmehr 12 Jahren leiden die Menschen im Irak, insbesondere die Kinder und Familien, unter großen Versorgungsnöten infolge der UN-Sanktionen. Über 60% der irakischen Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre. Beinahe 5.000 Kinder sterben monatlich infolge der mangelnden Versorgung und unzureichenden medizinischen Hilfsmöglichkeiten. Praeventionsmaßnahmen gegen Seuchen und ansteckende Erkrankungen sind eher eine Ausnahme. Angesichts der nahenden, humanitären Katastrophe als Folge der militärischen Zerstörungen in diesem von Diktatur, Vorläuferkriegen und UN-Embargo geschundenen Land, beschlossen wir bereits Anfang Februar 2003, die ersten 25.000 Euro als Soforthilfe für notleidende Kinder und deren Familien, für Straßen- und Waisenkinder, unserem Kooperationspartner APN, "Architects for People in Need", in Bagdad für praktische Hilfen zur Verfügung zu stellen. Weitere 25.000 Euro folgten Ende März 2003, um das neugegründete Hilfsnetz in Bagdad, so bald die kriegerischen Auseinandersetzungen es zulassen, mit weiteren, lebensnotwendigen Hilfsgütern zu unterstützen. Der dramatische Versorgungsnotstand der Kinder und Familien erfordert unsere größten Anstrengungen zur mitmenschlichen Solidarität und Hilfe.
Feste Finanzmittelzusagen für laufende Projekthilfen in 2003: 371 453 Euro.
"Man mag es sich kaum vorstellen" - seit unserer Vereinsgründung am 18.Oktober 1993 haben wir 4.836.250 Euro Gesamtspenden in Hilfen für Kinder in Not umgesetzt, davon an Geldspenden 3.318.168 Euro, sowie Sachspenden im Wert von 1.518.082 Euro.
303 Mitglieder unterstützen unsere Aktion Kleiner Prinz e.V. im 10.Jahr seit Vereinsgründung.
Gehen wir mit Hoffnung auf eine friedvollere und menschlichere Welt in die nächsten zehn Jahre engagierter und von Herzen getragener Hilfe für Kinder in Not, die auf unseren Beistand und unsere helfenden Hände, groß und klein, hoffen und vertrauen.

Warendorf, den 31. März 2002

Klaus Schäffer
Vorsitzender

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Jahresbericht 2001

819.000 DM hatte die Warendorfer "Aktion Kleiner Prinz" im abgelaufenen Vereinsjahr 2000 zur Notlinderung von Kindern und deren Familien in verschiedenen Krisen- und Katastrophengebieten der Welt eingesetzt. Davon wurden allein 250.000 DM für humanitäre Hilfsmaßnahmen während der Flutkatastrophe in Mosambik eingesetzt, sowie 270.000 DM zur Linderung der Hungersnot in Äthiopien.
Wie auch schon in den Jahren zuvor, stand auch das Jahr 2001 unter dem Zeichen der akuten Katastrophenhilfe für Kinder in Not und deren Familien.
Februar 2001
Mosambik wird erneut von einer Flutkatastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes heimgesucht, so dass die "Aktion Kleiner Prinz" sich zur unbürokratischen Soforthilfe entschließt. Sie stellt 50.000 DM Soforthilfe aus Eigenmitteln zur Verfügung. Um die Menschen auf dem Landweg zu erreichen, müssen die Mitarbeiter der mosambikanischen Hilfsorganisation "Wiederaufbau der Hoffnung" unter der Leitung des in Deutschland ausgebildeten Psychologen Dr. Boja Ephraim jun. einen Umweg durch den Nachbarstaat Zimbabwe nehmen, insgesamt 3.000 km sind in annähernd drei Tagen zu bewältigen. Vorrangiges Ziel ist es, die Betreuer von flutverwaisten Kindern und Jugendlichen in ihren Aufgaben zu unterstützen und die Desorientierung der Kinder durch die Katastrophe möglichst zu verhindern.
Schon seit 1995 arbeitet die "Aktion Kleiner Prinz" in enger, freundschaftlicher Kooperation mit dieser mosambikanischen Hilfsorganisation zusammen. Während der Hilfsmaßnahmen der vergangenen Tage zeigte sich immer wieder, dass Kinder sich weigerten, in den rettenden Helikopter zu klettern, weil sie panische Angst hatten, ihr Heimatdorf niemals wiederzusehen und auf immer von der Familie und den Tieren, die sie hüteten, getrennt zu werden. Gerade die seelischen Wunden aus der noch nicht verkrafteten Flutkatastrophe des Jahres 2000 brechen jetzt erneut bei vielen betroffenen Kindern auf. Die mosambikanische Hilfsorganisation "Wiederaufbau der Hoffnung" bringt Spiel- und Schulmaterialien in die Flüchtlingscamps, die in entsprechenden therapeutischen Projektgruppen eingesetzt werden.
Schwerpunkte der seit 1995 bestehenden Kooperation mit der mosambikanischen Hilfsorganisation waren die Hilfestellung für ehemalige Kindersoldaten in Mosambik wie auch die psychosoziale Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten.
Hilfstransporte - März 2001
AKP erfüllt auch kleine Träume: Am Mittwoch den 21. März 2001 startet die Warendorfer Hilfsorganisation "Aktion Kleiner Prinz" ihren 53. Hilfstransport mit 20 to dringend benötigter Güter nach Bosnien. Ziele dieser umfassenden Nothilfe sind die Kinderstationen der Krankenhäuser in Dublica und Prijedor, die auch im sechsten Jahr nach Ende des Balkankrieges unter den dürftigsten Bedingungen sich bemühen, die medizinische Grundversorgung sicherzustellen.
Es fehlt an allem, was für eine menschenwürdige Krankenversorgung benötigt wird. Aus diesem Grund hat die "Aktion Kleiner Prinz" ein genau abgestimmtes Hilfssortiment zusammengestellt, wobei Medikamente, insbesondere Antibiotika und Kinderpflegemittel, den größten Teil der Hilfsleistungen im Wert von 80.000 DM ausmachen.
Dieter Grothues, Projektleiter der "Aktion Kleiner Prinz", konnte sich noch kürzlich persönlich einen Eindruck von der Notlage beider Kinderstationen machen. Die Eltern schwer erkrankter Kinder müssen die Medikamente selbst bezahlen oder in das Krankenhaus mitbringen. Säuglinge und Kleinkinder müssen ohne Windeln auskommen, operative Hilfsmittel sind nicht in Sicht. Ca. fünf Tage wird der Hilfs-Truck brauchen, bis er über Österreich, Slowenien, Kroatien, die bosnisch-serbische Republik erreicht hat. Die Nothilfen der Warendorfer Aktion sind unabhängig von jeglicher politischer und staatlicher Zugehörigkeit der Bedürftigen, denn humanitäre Hilfe kennt keine Grenzen.
Gut ein Jahr vor dem 10jährigen internationalen Gedenken an den Ausbruch des zurückliegenden Bürgerkrieges im ehemaligen Jugoslawien, möchte die "Aktion Kleiner Prinz" die weiter im stillen Abseits herrschende Notsituation erneut ins Bewusstsein bringen. Dieter Grothues, wie auch Mira und Siegfried Herling, machen sich Ende März erneut auf den Weg nach Bosnien, um die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort zu leiten. Wiederum hat die Lufthansa als seit Jahren bewährter Förderer Flugtickets bereit- gestellt. Mit dem jetzigen 53. Hilfstransport geht ein besonderer Herzenswunsch in Erfüllung. Mit auf die Reise geht ein gespendetes, nagelneues Mountainbike für den 16jährigen Sascha aus Prijedor, dessen erfolgreiche Leukämie-Therapie während des Krieges von der "Aktion Kleiner Prinz" finanziert wurde. Nichts sehnlicher als ein eigenes Fahrrad wünschte sich Sascha damals in der Hoffnung, eines Tages doch noch gesund zu werden. Dass dieser Wunsch jetzt in Erfüllung geht, davon weiß Sascha noch nichts, aber träumen wird er sicherlich davon.
Eine neue Orgel für den Clown Jupino - Mai 2001
Seit 1996 begibt sich der von der "Aktion Kleiner Prinz" geförderte Kindermitmachzirkus "Pinocchio" auf alljährliche Tournee zu den Kindern in Bosnien. Ob in Sarajewo oder Tuzla, an vielen Orten im ehemaligen Jugoslawien hat das Zirkus-Team um Josef Steinbusch, alias Clown Jupino, den Flüchtlingskindern viel Freude bereitet.
"Tränen, die du lachst, brauchst du nicht zu weinen" - unter diesem Motto startet Jupino auch in 2001 seine Sommer-Tournee mit finanzieller Hilfe der "Aktion Kleiner Prinz" nach Prijedor in Bosnien. Schon lange wünschte sich Jupino eine eigene Orgel für seinen Zirkus, insbesondere, um mit den Kindern frohe Lieder singen zu können, denn gerade Musik verbindet über alle Grenzen hinweg. Nun ging dieser Traum in Erfüllung! Die Warendorfer Kinderhilfsorganisation finanzierte den Kauf einer Orgel. Der Aachener Künster Jens Waßmuth übernahm kostenlos die farbige Gestaltung dieser Zirkusorgel, welche die herzlich nahe Beziehung zwischen Pinocchio und der "Aktion Kleiner Prinz" zum Ausdruck bringt. Homepage Kindermitmachzirkus "Pinocchio": www.ac-kinderzirkus-pinocchio.de.
Die seelischen Leiden der Kinder von Holocaust-Opfern: "Strigatul Copiilor Muti", "Der Stumme Schrei":
Unter diesem Titel erschien erstmals in Rumänien ein Buch über die seelischen Leiden der Kinder von Holocaust-Opfern. Autorin ist die renommierte Psychoanalytikerin Ilany Kogan aus Tel Aviv, die die fachliche Betreuung des Behandlungsprojektes für seelisch traumatisierte Kinder in Bukarest, welches von der "Aktion Kleiner Prinz" maßgeblich finanziert wird, leitet. In ihrem jetzt auch in Rumänien erschienenen Buch beschreibt Ilany Kogan in eindringlichen Fallschilderungen die bedrückenden Schicksale von Angehörigen der zweiten Generation von Überlebenden des Holocaust: Wie diese Kinder unbewusst das Trauma der Verfolgung und Vernichtung ihrer Eltern-Generation erlebten, wie sie die Folgen der vernichtenden Gewalt, die unbewältigbaren Verluste, das durch Schweigen erzeugte Geheimnis, in ihrer Phantasie unbewusst auslebten. In ihrem Vorwort schreibt Frau Kogan mit großem Einfühlungsvermögen über die Beziehung ihres Buches zu den seelischen und körperlichen Leiden der Unterdrückten und Verfolgten unter dem durchlittenen Ceauscescu-Regime. Auch in ihrem Heimatland hat diese mörderische Diktatur tiefe seelische Wunden hinterlassen, die auch in den nachfolgenden Generationen weiter wirken, da es so gut wie keine Hilfestellung für die Opfer gibt. Die "Aktion Kleiner Prinz" fördert die Herausgabe dieses Buches als ihren Beitrag gegen das Vergessen.
Juni 2001
Dank an Rolf Zuckowski - Benefizkonzerte auf der Landesgartenschau in Oelde.
Mit großer Vorfreude sah Deutschlands bekanntester und erfolgreichster Kinderliedermacher Rolf Zuckowski den Konzerten entgegen, die er im Rahmen der Landesgartenschau im Juni 2001 in Oelde gab. Der Reinerlös geht an die Warendorfer Kinderhilfsorganisation "Aktion Kleiner Prinz". Dazu Rolf Zuckowski: "Es ist für mich immer wieder beeindruckend, was diese Kinderhilfsorganisation leistet."
Rolf Zuckowski fördert die Arbeit der "Aktion Kleiner Prinz" schon seit 1994. Durch dieses Engagement setzte Rolf Zuckowski erneut ein Zeichen für seine tief empfundene Solidarität mit den Kindern in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt. Vom 21. Juni bis zum 24. Juni gab Rolf Zuckowski insgesamt fünf Konzerte im Festpavillon der Landesgartenschau. Kinderchöre aus Warendorf und Diestedde unterstützten ihn dabei. Besondere Aufmerksamkeit fand das Erwachsenenkonzert "Aus kleinen Kindern werden große Leute", bei dem Rolf Zuckowski zusammen mit den ehemaligen "Kinderstars" seiner Konzerte aus den Vortagen auftrat. Rolf Zuckowski bereitet es sichtlich Vergnügen, sich mit seiner Musik und menschlich, der eher ungewohnten Zielgruppe der "großen Kinder" zu öffnen. Seine eigenen Kinder sind übrigens mittlerweile auch schon groß und unterstützen ihren Vater - Alexander an der Bassgitarre und Anuschka mit Gesang. Ebenso sind die Mitglieder seiner Band und weitere Solisten bekannt aus Kindertagen. Insgesamt wurden diese Benefiz-Konzerte auf der Landesgartenschau in Oelde zu einem großartigen Erfolg für die Warendorfer "Aktion Kleiner Prinz". 30.000 DM Reinerlös flossen in die Projektarbeit der Warendorfer Kinderhilfsorganisation.
August 2001
Perspektiven für die Hilfsarbeit der"Aktion Kleiner Prinz"
1.000.000 DM bis Ende 2003 für laufende Projekte bewilligt
Anfang August fasst der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz" den bisher weitreichendsten Beschluss seit der Vereinsgründung im Jahre 1993: Bis zum Ablauf des Jahres 2003 wird rund eine Million DM für die Sicherung und Weiterentwicklung der laufenden Projekte eingesetzt. Diese feste Zusage für die weitere kontinuierliche Unterstützung wurde in diesen Tagen den Verantwortlichen vor Ort übermittelt.
"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast": Unter diesem Leitgedanken, entnommen aus dem Buch "Der Kleine Prinz" von Saint-Exupéry, entwickelt die Warendorfer Kinderhilfsorganisation seit nunmehr acht Jahren ihre Nothilfeprojekte. Dabei ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in den verschiedenen Ländern Planungssicherheit erhalten - und damit eine Zukunftsperspektive für ihre Tätigkeit. Kurzfristige Hilfen sichern nicht den Fortbestand und die Weiterentwicklung notwendiger Hilfsstrukturen. Nachdem der Vorstand in den vergangenen Jahren bisherige Projekte geprüft hat, gilt es jetzt, den Blick in die Zukunft zu richten und die erzielten Hilfsstrukturen zu festigen und auszubauen. Wenn auch die "Aktion Kleiner Prinz" nicht unmittelbarer Arbeitgeber der Projektverantwortlichen ist, so fühlt sie sich dennoch verantwortlich, den dort Tätigen, und ihren Familien ebenso, eine soziale Sicherheit - zumindest für einige Jahre - zu geben.
Zudem wird die Erfahrung gemacht, dass auch in unterentwickelten Ländern sogenannte gute Leute nur schwer an kurzfristige Projekte zu binden sind. Gefördert werden bis 2003: Das Resozialisierungsprojekt "Kinder aus sozialen Randgruppen" in Mosambik, das psychotherapeutische Projekt "Generation" für seelisch traumatisierte Kinder in Bukarest, Rumänien, das Selbstmord-Vorbeugungsprojekt "Oase" in Bosnien, der Kindermitmachzirkus "Pinocchio" aus Aachen, der jedes Jahr nach Bosnien fährt, das Kinderhilfsprojekt in Satu Mare, Rumänien, das jetzt in diesen Tagen gestartet wird. Zusätzlich wird die alljährliche Weihnachtspäckchen-Aktion "Ich schenk' dir meinen Stern", die seit fünf Jahren läuft, im Dezember fortgesetzt.
Gemalte Kinderträume - "Aktion Kleiner Prinz" lässt Kinderträume wahr werden.
"Blütenzauber und Kinderträume" lautete das Motto der Landesgartenschau in Oelde. Parallel zu den Benefiz-Konzerten mit Rolf Zuckowski hatte die Warendorfer Kinderhilfsorganisation alle Kinder aufgerufen, an einem Malwettbewerb teilzunehmen. Das Motto: "Malt uns euren schönsten Traum". Eine wahre Flut von Kinderträumen erreichte in den nachfolgenden Wochen die Jury der "Aktion Kleiner Prinz". "Ich träume von ganz viel Geld" - so beschrieb z.B. Jens Lohmann aus Beckum sein buntes Bild, auf dem er in seinem Bett liegt, über dem sich viele Scheine und Taler stapeln. Die "Aktion Kleiner Prinz" reagierte prompt: "Jens solle möglichst schnell groß werden, um den Vorsitz der Kinderhilfsorganisation zu übernehmen. Denn auch die Aktiven der Organisation träumen von ganz viel Geld, damit sie notleidenden Kindern helfen können!", betonte damals der Vorstand in einem Pressegespräch. Weil alle eingesandten Bilder so schön und individuell waren, wurde jetzt jedes Kind mit einer Überraschung aus Warendorf bedacht. "Helfen soll Spaß machen!"
19. September 2001
Friedensaufruf mit Symbolkraft - Schüler, Lehrer und Eltern gedachten auf dem Warendorfer Marktplatz der Opfer der Terroranschläge von New York und Washington:
Eine Woche nach den entsetzlichen Terroranschlägen in den USA hatte die "Aktion Kleiner Prinz" vor allem alle Schülerinnen und Schüler, alle Jugendlichen der Stadt Warendorf und Umgebung, zum Gedenken an die Opfer in New York und Washington aufgerufen. Die Betroffenheit war greifbar nahe auf dem Warendorfer Marktplatz. Viele hundert Schüler, Lehrer und Eltern hielten Kerzen in der Hand oder Transparente in die Höhe. Selbst die Kleinsten waren trotz ihrer Jugend mit dem nötigen Ernst bei der Sache - so sehr hatten sie offenbar die Bilder der vergangenen Woche betroffen gemacht. Im Schein der Kerzen brachten Schüler der Warendorfer Schulen in Texten, Gedichten und Liedern ihre Ängste, Hoffnungen, Trauer und Fassungslosigkeit zum Ausdruck. In den hinteren Reihen Feuerwehrleute in Uniform: Sie gedachten still der Kameraden, die in den USA ihr Leben ließen.
Frieden: In allen Sprachen übersetzten Schüler der Bodelschwingh-Schule diesen Wunsch. Ranin Doeud, Tochter irakischer Eltern, sprach ein arabisches Friedensgebet - Auch das ein Zeichen in diesen Tagen. "Maikäfer flieg. Sag' Mama, gibt's jetzt Krieg?" - Diese Gedichtzeilen, vorgetragen von Stefanie Wiengarten, berührten die Warendorfer ebenso wie der Enya-Song "One Time", der auf immer mit den Schreckensbildern verbunden sein wird.
20. September 2001
Weltkindertag - Unterstützung für traumatisierte Kinderseelen
In diesem Jahr widmet die "Aktion Kleiner Prinz" ihre besondere Aufmerksamkeit den seelisch traumatisierten Kindern dieser Welt. Sie leiden unter körperlichen und seelischen Verletzungen infolge Krieg, Verfolgung, Gewalt und Katastrophen, nicht nur in den zahlreichen Krisenherden dieser Welt, nein, auch in den wirtschaftlich gut entwickelten Wohlstandsregionen unserer Erde. Traumatisierte Kinder schlafen vielfach kaum, sind teils aggressiv oder auch apathisch teilnahmslos. Sie zeigen ein Zuviel oder Zuwenig an Emotionen, ihre innere Welt steht kopf, ist aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Kinder der Kriege und Katastrophen haben alles verloren, was ihnen lieb ist und ihnen Schutz und Geborgenheit gibt. Sie haben ihr Bett und ihr Spielzeug verloren, ihre Freunde und Schulkameraden, von Eltern, Geschwistern und Familienangehörigen ganz zu schweigen.
Wenn sie ihren Seelen Luft machen und noch die Fähigkeit haben, malen zu können, dann malen sie immer wieder Häuser, die zerstört und menschenleer sind. Sie malen ihre Spielzeuge, die ebenso wie sie verletzt sind, die aus großen Wunden bluten. Traumatisierte Kinder müssen zumeist mit den unsichtbaren Verletzungen ihrer Seelen allein fertig werden, denn wirksame therapeutische Konzepte sind rar, auch fehlt es, wie oft, an finanziellen Mitteln, effektive Projekte langfristig zu sichern. Selbst in Deutschland ist die Zahl dieser traumatisierten Kinder groß, erinnert die "Aktion Kleiner Prinz" zum Weltkindertag 2001. Körperliche Gebrechen sind sichtbar und schnell einer entsprechenden medizinischen Versorgung zuzuführen. Die Heilerfolge zeigen sich mitunter schnell, so dass diese Leistungen der Medizin messbar und auch statistisch erfassbar sind.
Dagegen liegt die Zahl der seelisch traumatisierten Kinder jedoch häufig im Dunkel. Gewiss ist nur, dass die Nachfrage um Behandlungsmöglichkeiten von seelisch kranken Kindern beständig zunimmt: Es gibt aber zu wenig ausgebildete und qualifizierte Therapeuten. Auch die aktuellen Terroranschläge von New York und Washington werden in Deutschland viele Kinderseelen mit Alpträumen heimsuchen. Weltkindertag 2001 - auch hier bei uns zu Hause sind Kinderseelen in Not, und es fehlen landauf und landab genügend fachliche Möglichkeiten, diese seelischen Ängste und auch deren körperlichen Auswirkungen wirksam zu lindern.
Seit 1993 widmet sich die Warendorfer Kinderhilfsorganisation vor allem auch diesen seelisch traumatisierten Kindern in den verschiedenen Krisenherden der Welt. So werden Projekte im ehemaligen Jugoslawien, in Mosambik und in Rumänien gefördert. Hinweisen möchte die "Aktion Kleiner Prinz" dabei an erster Stelle auf das von ihr seit drei Jahren maßgeblich geförderte Behandlungsprojekt für seelisch traumatisierte Kinder in Bukarest, welches sich den Aufbau einer fachlich qualifizierten Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in Rumänien zum Ziel gesetzt hat.
"Aktion Kleiner Prinz" fördert Reha-Zentrum in Rumänien:
Anfang der 90er Jahre gingen dramatische Bilder von behinderten Kindern in den riesengroßen staatlichen Einrichtungen Rumäniens um die Welt und sorgten für große Betroffenheit. Jetzt erreichte die Warendorfer Kinderhilfsorganisation der Hilferuf eines Rehabilitationszentrums im Nordwesten Rumäniens, in der Stadt Satu Mare. - Dieses Projekt droht wegen Geldmangels zu scheitern. Die menschenverachtende Haltung des früheren kommunistischen Regimes gegenüber Behinderten und anderen Randgruppen der Gesellschaft hatte nach der Ablösung der Diktatur zunächst zu einem großen Hilfsangebot aus dem Ausland geführt.
In Satu Mare entstand im Jahre 1995 mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland ein Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder. Träger dieser Einrichtung ist die Caritas Satu Mare. Ursprünglich war geplant, das Haus nach Ablauf der sechsjährigen ausländischen Finanzierung in eine rumänische Finanzierung zu überführen. Man hatte gehofft, dass eine bessere wirtschaftliche Lage in Rumänien dies ermöglichen würde. Nun stellt sich jedoch heraus, dass eine rumänische Finanzierung in weite Ferne gerückt ist und die deutschen Projektpartner sich außerstande sehen, neue Gelder zu bewilligen, was eine Fortführung dieses für ganz Rumänien einzigartigen Modellprojekts sicherstellen würde.
Dieter Grothues, Vorstandsmitglied der "Aktion Kleiner Prinz" und Projektleiter der Kinderhilfsorganisation sowie seine Frau Margret Grothues, reisten im September 2001 nach Satu Mare, um mit den Verantwortlichen der Caritas Gespräche über eine Zusammenarbeit zu führen. Der Kontakt ist durch Hanni Rolves von den Hiltruper Missionsschwestern zustande gekommen. Schwester Hanni ist in Satu Mare seit Jahren seelsorgerisch und organisatorisch tätig.
In einem Gespräch mit dem leitenden Kinderarzt, Dr. Kosa, bekamen die AKP-Mitglieder einen Einblick in die Arbeit des nun erheblich gefährdeten Reha-Zentrums. Diese Einrichtung für behinderte Kinder bietet Frühförderungsmaßnahmen für Kinder bis zu sieben Jahren mit Entwicklungsverzögerungen und körperlich-seelischen Behinderungen an. Ein breit gefächertes Hilfsangebot, unter anderem Krankengymnastik, heilpädagogische Frühförderung, Logopädie und Ergotherapie, besteht für Kinder und Säuglinge, die in ihrer Entwicklung Verzögerungen im Vergleich zu Gleichaltrigen aufweisen, sowie für Kinder und Säuglinge, die seit der Geburt oder seit früher Kindheit eine Behinderung haben. Nicht nur den Kindern wird eine direkte Hilfe angeboten, sondern auch den Familien wird geholfen, damit sie ein Gleichgewicht zwischen ihren Bedürfnissen und Schwierigkeiten finden.
Mehr als 150 Kinder konnten in den letzten Jahren an Förderungen teilnehmen. Vielen wurde dadurch ermöglicht, einen Kindergarten und anschließend eine Schule zu besuchen. Um die weitere Existenz dieses einzigartigen Rehabilitationszentrums für behinderte Kinder finanziell zu sichern, entscheidet sich der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz", zunächst für weitere drei Jahre insgesamt 120.000 DM zur Verfügung zu stellen.
Oktober 2001 - Neue Spielgeräte für das Frauenhaus Warendorf
Die "Aktion Kleiner Prinz" will sich nicht nur für notleidende Kinder im Ausland engagieren, sondern auch immer ein Auge für hilfesuchende Kinder im eigenen Land haben. Somit entschließt sich der Vorstand, 20.000 DM bereitzustellen, damit das Warendorfer Frauenhaus neue Geräte für den hauseigenen Spielplatz anschaffen kann. Die Kinder, die mit ihren Müttern Zuflucht im Frauenhaus suchen, haben meistens schon schreckliche Erlebnisse hinter sich, so dass sie dringend Hilfe und seelischen Beistand brauchen. Da es gerade solche wirkungsvollen Einrichtungen meist schwer haben, entsprechende finanzielle Mittel zu mobilisieren, leistet die "Aktion Kleiner Prinz" seit Jahren stille Hilfen, insbesondere für die betroffenen Kinder im Warendorfer Frauenhaus. Das Ergebnis lässt sich sehen: Ausgesucht hatten sich die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses einfache Spielgeräte ohne irgendwelche Extras, zwei miteinander verbundene Spieltürme, eine Rutsche und zwei Schaukeltiere. "Jetzt haben unsere Kinder endlich wieder einen sicheren Ort zum Spielen", erklärte die Leiterin des Hauses, Marion Simon.
13. Oktober 2001 - Winternothilfe für die afghanischen Flüchtlingskinder:
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Lage der Kinder in den Flüchtlingslagern in Afghanistan und Pakistan spitzt sich dramatisch zu. Für Hunderttausende Kinder geht es jetzt um das nackte Überleben. Die dringend notwendigen Hilfen werden erschwert, weil Lieferungen wegen des US-Bombardements unterbrochen werden. In den Krisengebieten steht der Wintereinbruch bevor. Bei Minustemperaturen um 20° C droht den Flüchtlingen, insbesondere den Kindern, der Kältetod. Nach vorheriger, eingehender Absprache mit der Deutschen Botschaft in Pakistan, sowie nach Sicherung des Bedarfs durch UNICEF Afghanistan vor Ort, wie auch nach Abklärung des Verteilungskonzeptes, startet die "Aktion Kleiner Prinz" eine groß angelegte Sammelaktion für afghanische Flüchtlingskinder. Die Bürger im Münsterland sind aufgerufen, warme Kinderkleidung, Winterschuhe und Decken für die Kriegsflüchtlinge zu spenden. Dabei achtet die "Aktion Kleiner Prinz" insbesondere darauf, dass die gespendeten Winterhilfen sauber, intakt und brauchbar sind, um die Menschenwürde dieser notleidenden Kinder gerade angesichts des unendlichen Leides, welches sie durchgemacht haben, zu wahren. Dieser bisher größte Hilfeaufruf der "Aktion Kleiner Prinz" seit Bestehen soll im Rahmen der unbürokratischen Soforthilfe ein Überleben dieser Kinder in den Flüchtlingslagern sichern. "Es ist 5 Minuten vor 12", so der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz":
Unter den menschenunwürdigsten Bedingungen warten Millionen von Flüchtlingen in den zahlreichen Sammellagern von Afghanistan, Pakistan und dem Iran auf rasche Hilfe. Aus einfachstem Material wie Jutesäcken werden Notunterkünfte errichtet. Warme Kleidung und Decken fehlen. Und das wenige Wochen vor dem drohenden Wintereinbruch, der der Region Temperaturen um minus 25° C bescheren wird. Tausenden von Flüchtlingen droht der Erfrierungstod. Für die Helfer hat der Wettlauf mit der Zeit begonnen. Fast eine Million Kinder sind akut lebensbedroht. Ganze Dorf- und Stadtgemeinschaften sind auf der Flucht.
In Pakistan, wo in den Lagern der Grenzstadt Peshawar (800.000 Einwohner) schon jetzt über eine Million Flüchtlinge unter den menschenunwürdigsten Bedingungen leben, ist die Not besonders groß. Aus eigener Kraft kann Pakistan, selbst auf die wirtschaftliche Hilfe der Vereinten Nationen angewiesen, diese humanitäre Katastrophe nicht bewältigen. Trotz der bereits begonnenen Nahrungshilfen durch die UN, droht durch den nahenden Winter der Kältetod vieler Tausender Menschen, vor allem von Kindern. "Nur mit gezieltem Engagement aller in der humanitären Hilfe Tätigen kann diese menschliche Katastrophe gemildert werden", so der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz".
Nachdem UNICEF Afghanistan den dringenden Bedarf an warmer Kinder-Winterkleidung sowie Decken signalisiert hat, und nach Abklärung der geplanten deutschen Hilfe mit der Deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan, beginnt jetzt im Münsterland die sicher größte humanitäre Hilfsaktion für Kinder in einem Krisengebiet: Die "Aktion Kleiner Prinz" bittet Vereine, Gemeinschaften, Privatinitiativen, Jugendzentren, Firmen, Schulen und Kindergärten, soziale Einrichtungen und karitative Organisationen, Sammlungen für warme Winterkleidung für Kinder durchzuführen. Die Warendorfer Kinderhilfsorganisation beabsichtigt, ein großes Transportflugzeug zu chartern, um diese dringend benötigten Winterhilfen direkt in das Krisengebiet zu fliegen. Dabei werden die Kinder-Winterkleidung sowie die Decken in entsprechende Umzugskartons verpackt und zentral in Warendorf in der "Emsarena", einer großen Veranstaltungshalle, die durch private Bereitschaft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, zusammengeführt. Nach Abschluss der Sammelaktion sollen die Hilfsgüter zum Flughafen Münster-Osnabrück gebracht werden, wo sie in die entsprechende Transportmaschine verladen werden. Die anvisierte Iljushin IL 76 fliegt direkt nach Peshawar in Pakistan und wird dort nach Ankunft von UNICEF Afghanistan entladen, die die Winterkleidung direkt zu den notleidenden Kindern in die Lager nach Afghanistan und in Pakistan bringen wird. Diejenigen, die über keine Kleiderspenden verfügen, werden dringend um finanzielle Unterstützung gebeten, damit die Transportkosten gedeckt werden können.
Das Hilfskonzept der "Aktion Kleiner Prinz" ist perfekt: Gebraucht wird vor allem warme Kinder-Winterkleidung: Pullover, Hosen, Jacken, Mäntel, Wollmützen, paarige Handschuhe, Winter-Babysachen, Winterschuhe, warme Strümpfe und Socken. Sie müssen intakt und paarweise sein - alles, was vor minus 20° Kälte schützen kann. Weiterhin Decken, insbesondere Wolldecken, wie auch Babydecken, Kinder-Winterschuhe, Schneestiefel, alles, was vor Kälte und Nässe schützt. Die Hilfslieferung der "Aktion Kleiner Prinz" wird auf den Kartons als "Deutsche Humanitäre Hilfe" in den Landessprachen "Dari" und "Pashtu" gekennzeichnet. Der Inhalt der Kartons soll durch einen Buchstaben gekennzeichnet werden: "B" für Babys, "K" für Kinder, "S" für Schuhe, "D" für Decken. Aus logistischen Gründen wird alles in Standard-Umzugskartons verpackt. Jeder noch so kleine Raum soll ausgenutzt werden. Dafür ist eine einheitliche, stabile Verpackung Voraussetzung. Stapelung und Palettierung sind nur mit Einheitsgrößen möglich. Die Hilfskisten werden in Pakistan erneut verladen, möglicherweise auf Lasttiere umgepackt. Die Umzugskartons können nach Entleerung in Notzelten auseinandergefaltet und möglicherweise als Schutz gegen Kälte verwendet werden. Um direkt und zeitnah helfen zu können, hat sich die "Aktion Kleiner Prinz" zu der bisher ungewöhnlichen Maßnahme entschlossen, nämlich wegen des dringenden Bedarfs und der bestehenden Zeitnot, noch vor dem Wintereinbruch im Krisengebiet zu sein, auf den Landtransport zu verzichten. Innerhalb kürzester Zeit hat die Warendorfer Kinderhilfsorganisation alle logistischen Grundlagen geschaffen, um dieses einzigartige Hilfskonzept zu realisieren. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Presseinformation Montag 15. Oktober 2001: "Winternothilfe Afghanistan angelaufen. - Ein Supertag der Hoffnung! Was war das für ein Tag! Nicht einmal zu träumen hätten wir von dieser ersten, überwältigenden Reaktion gewagt! Eine schier unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft schlug über unserem kleinen Aktionsbüro in Warendorf an der Breiten Straße zusammen. Man hatte fast den Eindruck, als sei das gesamte Münsterland auf den Beinen, um Hilfen für die vom Kältetod bedrohten Flüchtlingskinder von Afghanistan zu bringen. Unsere zwei Telefone klingelten pausenlos, was nicht gleich zusammen angenommen werden konnte, wanderte auf unseren Anrufbeantworter, zur Mittagspause parkten hier über 35 Anrufe, die nicht direkt entgegengenommen werden konnten. Die Mailbox war voll, das Faxgerät rappelte. Und das ohne Pause. Hier 25 Kindergärten aus dem Raum Ahlen, dort Messdienergruppen aus Münster, Kleiderkammern, Tageseinrichtungen für Kinder aus Rheine, Apothekerteams aus Dülmen, Leute aus Telgte, Beckum, Familieninitiativen diverser Orte, die in ihrem Wohngebiet sammeln wollen, Kirchengemeinden, Geschäfts- und Privatleute, die spenden wollen, Parteiinitiativen, die sammeln gehen, eine Zahnärztin aus Nienberge, die am Samstag zur großen Einpackaktion nach Warendorf kommen will, und viele, viele mehr..."
Allen war gleichsam: "Das, was ihr vorhabt, ist genau das Richtige! Die Idee, ein Flugzeug mit warmen Wintersachen direkt zu den Flüchtlingskindern von Afghanistan zu bringen, ist nicht spinnert, sondern toll, macht nur weiter so! Ihr sprecht uns aus dem Herzen! Genau darauf haben wir gewartet."
"Über 63 Leute gingen heute zur Bank und spendeten insgesamt über 13.000 DM! Und das wohlwissend, dass dieses Geld für die Flugkosten gebraucht wird. Unglaublich! Ein Zeichen dafür, dass unsere Botschaft in die richtigen Ohren kam: Die Leute haben verstanden, dass dies jetzt "unsere Chance" ist, sozusagen von der Basis aus zu helfen. Keine großen Worte, keine nicht erfüllbaren Ziele, sondern einfach mit dem zu helfen, was wir genug haben, nämlich Kleidung in unseren Schränken. Und gerade die fehlt jetzt den Kindern dort am meisten, neben der täglichen Nahrungsversorgung, die von der UN übernommen wird. Geschätzt werden ab heute schon einmal 300 Umzugskisten gefüllt, 1200 bleiben noch in voller Erwartung, dass sie in den nächsten Tagen Bereitwillige finden. Aber das war ja nun der erste Tag von 15 verbleibenden. Das macht Hoffnung. Ab morgen haben wir uns wie ein Call-Center organisiert, um 10 Uhr geht es los in unserem Aktionszentrum. Notizzettel, Info-Bögen, alles ist vorbereitet, damit's noch reibungsloser klappt. Die Zeit eilt, alle Hilfsorganisationen, die irgendwie helfen können, sind jetzt gefragt, Initiative und Kreativität zu zeigen. Denn der Winter in Afghanistan wartet nicht auf uns, bis wir da sind. Allen, die uns helfen, dass unsere Aktion gelingt, dass diese Welle der Hilfsbereitschaft und des Mitgefühls für diese Kinder in Not weiter fortgetragen wird, ihnen allen schon jetzt unser großer Dank von Herzen!" (Zitat aus Presseinfo)
Die Solidarität in der Bevölkerung weit über das Münsterland hinaus ist unbeschreiblich. Über 4.200 Kartons, ausgewiesen im Rechenschaftsbericht der UNICEF Afghanistan, werden in knapp drei Wochen mit gut erhaltener, sauberer Kinder-Winterkleidung sowie Decken gefüllt und für den Transport nach Pakistan vorbereitet. Am 6. November 2001, dem 23. Tag der Winternothilfeaktion, startet morgens um 10 Uhr das erste Transportflugzeug des Typ Iljushin IL 76 problemlos vom Flughafen FMO Münster-Osnabrück. 1.700 Hilfskartons mit dringend benötigter Überlebenshilfe für die afghanischen Flüchtlingskinder gehen so auf den direkten Weg in das Krisengebiet. Das Fassungsvermögen einer Iljushin entspricht ungefähr dem Ladevolumen von zwei 20-t-Trucks. Da die Zeit eilt, entschließt sich der Vorstand der "Aktion Kleiner Prinz", die gecharterte Iljushin nach Entladung in Pakistan zum Flughafen Münster-Osnabrück zurückkehren zu lassen, um sie dann erneut, vollgepackt mit Winterhilfen, auf den Weg in die Krisenregion zu schicken. Am Samstag den 9. November 2001 startet die Iljushin erneut in den späten Nachmittagsstunden vom Flughafen FMO Münster-Osnabrück nach Pakistan. Wiederum gehen 1.700 Kartons auf den Weg der raschen Hilfe. Die restlichen, noch in der "Emsarena" befindlichen Umzugskartons mit Kinder-Winterkleidung werden am gleichen Tag auf zwei 20-t-Trucks verladen, die sich auf den langen Landweg nach Pakistan begeben.
Wie UNICEF Afghanistan mitteilt, sind sieben afghanische Hilfsorganisationen in das Verteilungskonzept vor Ort eingeschaltet, die in neun sogenannten Projektzonen die Verteilung der Winterhilfen durchführen. Die auf dem Weg nach Pakistan befindlichen Trucks sollen entsprechend in die Grenzstadt Quetta weiterfahren, um von dort die afghanischen Flüchtlingskinder im iranischen Grenzgebiet zu erreichen. Innerhalb kürzester Zeit werden die mit den beiden Transportmaschinen nach Pakistan transportierten Winternothilfen an die afghanischen Flüchtlingskinder verteilt. In dem ausführlichen Rechenschaftsbericht der UNICEF Afghanistan über die erfolgte Verteilung vor Ort wird das unglaubliche Ausmaß dieser wirksamen Winternothilfeaktion deutlich: Insgesamt konnten mehr als 45.000 Kinder in den Flüchtlingslagern direkt mit warmer Winterkleidung und Decken versorgt werden.
Wenn eine Nothilfeaktion zugunsten kriegsbetroffener Kinder, die von Gewalt, Flucht und Not bedroht sind, erfolgreich abgeschlossen werden konnte, dann stellt sich für alle, die an dieser Hilfestellung mitwirkten, zumindest ein kleines Gefühl der Zufriedenheit ein. Wenn diese Hilfen ihr Zielgebiet erreichen, und das in dem Zeitrahmen, in dem rasche Hilfe noch lebenserhaltend wirksam wird, dann festigt sich das menschliche Mitempfinden, genau das Richtige zum rechten Zeitpunkt getan zu haben. Wenn schließlich Rechenschaft für das Bewirkte geleistet werden kann und das an all diejenigen, die durch materielle, finanzielle wie auch ideelle Hilfe unterstützt haben, dann ist ein Stein hinzugefügt im großen Mosaik der verantworteten, vielfältigen humanitären Hilfestellung für Kinder in Not.
Der Rechenschaftsbericht von UNICEF Afghanistan weist aus, dass die Warendorfer Kinderhilfsorganisation "Aktion Kleiner Prinz" ihr bisher größtes und logistisch herausforderndstes Nothilfeprogramm für afghanische Flüchtlingskinder von Oktober bis Dezember 2001 erfolgreich umgesetzt hat.
Angesichts des drohenden Kältetodes Abertausender afghanischer Flüchtlingskinder in den Lagern im Grenzgebiet Afghanistans, wie in Afghanistan selbst, startete die Kinderhilfsorganisation eine große Sammelaktion von gut erhaltener Kinder-Winterkleidung. Riesengroß war die Resonanz weit über das Münsterland hinaus. Über 80 Initiativen unterstützten die "Aktion Kleiner Prinz" mit lokalen Sammelpunkten, über 50 freiwillige Helferinnen und Helfer sortierten und verpackten Tausende Umzugskartons. Ca. 480 cbm Kinder-Winterkleidung kamen zusammen, fast 80 t Überlebenshilfe. Mit zwei Transportflugzeugen vom Typ Iljushin starteten die ersten Winterhilfen vom FMO Münster-Osnabrück via Peshawar, Pakistan Anfang November 2001. 14 Tage später gingen zusätzlich zwei 20-t-Trucks auf den Weg nach Quetta, Pakistan, nahe der iranisch/afghanischen Grenze. UNICEF Afghanistan, mit der von Beginn an sämtliche logistischen Notwendigkeiten abgeklärt wurden, sorgte für die Verteilung der vielfältigen Hilfen bis hinauf nach Kabul durch ihre vertrauenswürdigen, regionalen Partner vor Ort. Ein einzigartiges Konzept ging auf.
In dem vorliegenden Rechenschaftsbericht von UNICEF Afghanistan erfährt die "Aktion Kleiner Prinz" erstmals das überwältigende Ausmaß dieser Hilfe zum Überleben: Über 45.000 afghanische Flüchtlingskinder konnten mit Winterkleidung unterstützt werden. Die "Aktion Kleiner Prinz" schätzt sich glücklich und ist dankbar, dass Ihnen diese neutrale Rechenschaft vorgelegt werden kann. Denn für die "Aktion Kleiner Prinz", die im Vertrauen der Spender steht, ist die Rechenschaftslegung die größte Pflicht, die sie sich selbst abfordert. Die entstandenen Transportkosten in Höhe von ca. 450.000 DM wurden durch finanzielle Hilfen seitens der Bevölkerung wie auch durch den Einsatz des für solche Nothilfemaßnahmen bestehenden Katastrophenfonds gedeckt.
Die während dieser Winternothilfeaktion häufig geführte Diskussion um die wirtschaftliche Effizienz dieser Soforthilfe, angesichts der doch erheblichen Transportkosten, konnte letztendlich durch den übergroßen Erfolg, nämlich 45.000 Kindern einen wirksamen Schutz gegen den Kältetod gegeben zu haben, für alle befriedigend zu einem überzeugenden Ergebnis geführt werden. Die 480 cbm Kinder-Winterkleidung waren von derart hohem qualitativen Standard, dass die Angabe eines Materialwertes von ca. 420.000 DM durchaus gerechtfertigt ist. Niemals zuvor hat in der Vergangenheit eine solch breit angelegte Hilfsaktion für notleidende Kinder, durchgeführt im Münsterland, einen derart hohen Wirkungsgrad erreicht.
Noch heute dankt die "Aktion Kleiner Prinz" allen Förderern, Unterstützern, allen Mitarbeitern, die sich hilfreich zur Verfügung gestellt haben, aus ganzem Herzen in gemeinsamer Erinnerung an diese großartige Solidarität mit den Kindern in Not. Wie UNICEF Afghanistan in ihrem Rechenschaftsbericht ausweist, waren letztlich der Einsatz der beiden Flugzeuge der Schlüssel zum Erfolg dieser Winternothilfeaktion, denn die dringend benötigte Kinder-Winterkleidung erreichte noch vor Einbruch des Winters die Notleidenden in den Flüchtlingslagern von Afghanistan und Pakistan.
Ein abschließender Dank gilt insbesondere auch der Band um Heinz Termathe, die am 4. November 2001 ein großartiges Benefiz-Konzert unter dem Titel "With a little Help" zugunsten der afghanischen Flüchtlingskinder durchführte. Mehr als 400 Zuhörer erlebten an diesem Abend ein mitreißendes Konzert, welches mit seinem Reinerlös zur Deckung der Flugkosten wirkungsvoll beitrug.
"Ich schenk' dir meinen Stern" - Alljährliche Weihnachtspäckchenaktion für die Heim- und Straßenkinder in Bukarest sowie Satu Mare in Rumänien:
Über 8.000 Päckchen, das gab's noch nie!
Seit 1995 führt die Warendorfer Kinderhilfsorganisation jährlich zur Weihnachtszeit ihre alljährlich wiederkehrende Weihnachtsaktion unter dem Motto "Ich schenk' dir meinen Stern" durch. In diesem Jahr sprengt der eingetretene Erfolg selbst die kühnsten Erwartungen. Hatten die Verantwortlichen noch am Vormittag mit rund 6.000 Weihnachtspäckchen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken wie in den Vorjahren gerechnet, so waren es am Nachmittag 2.000 mehr, die dann auf zwei 20-t-Lastzügen den Weg nach Rumänien antraten. Über 100 Kindereinrichtungen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen aus dem Kreis Warendorf und dem Münsterland unterstützten auch in diesem Jahr diese wunderbare Weihnachtsaktion. Allein in Bukarest konnten 25 Einrichtungen für Heim- und Straßenkinder mit den weihnachtlichen Überraschungen bedacht werden. Die Verteilung in Bukarest wurde, wie in den Vorjahren, vorgenommen durch die kooperierende Hilfsorganisation Sinergii, die ein spezielles Verteilungssystem organisiert hatte. In Satu Mare sorgte die dort ansässige Caritas für die entsprechende Verteilung an die Kinder in den Heimen. 1995 wurde die Weihnachtsaktion "Ich schenk' dir meinen Stern" ins Leben gerufen, bei der Kinder aus der Region alljährlich ihren Altersgenossen, denen es nicht so gut geht, eine weihnachtliche Freude bereiten. Mit Abschluss der Weihnachtsaktion 2001 gingen nunmehr 38.000 Weihnachtspäckchen in den zurückliegenden Jahren als hoffnungsbringende Sterne auf die lange Reise zu bedürftigen Kindern. Mit Abschluss der Weihnachtspäckchenaktion 2001 wurde gleichsam der 60. und 61. Hilfstransport der Warendorfer Kinderhilfsorganisation erfolgreich abgeschlossen. Ca. 1.200 Tonnen praktische Nothilfe seit unserer Gründung im Jahr 1993.
Ende Dezember 2001 legt die "Aktion Kleiner Prinz" ihre erste Jahresbilanz 2001 vor: Im abgelaufenen Jahr 2001 sind insgesamt ca. 1,3 Millionen DM an Finanz- und Sachhilfen für Kinder in verschiedenen Krisengebieten eingesetzt worden. Davon Sachspenden im Wert von ca. 560.000 DM, Finanzhilfen für laufende Projekte in Höhe von 740.000 DM. Diese Hilfen wurden in Bosnien, Rumänien, Mosambik wie auch Afghanistan eingesetzt.
14. Februar 2002: Im Olymp der Geprüften! - DZI Spenden-Siegel zuerkannt!
Mit Wirkung vom 14. Februar 2002 wird der Warendorfer Kinderhilfsorganisation "Aktion Kleiner Prinz" das DZI Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen / DZI, Berlin, zuerkannt. Der jetzt nach umfassender und intensiver Prüfung vorgelegte 15-seitige Prüfungsbericht des DZI schließt mit dem Ergebnis: "Der Verein leistet satzungsmäßige Arbeit. Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Mittelbeschaffung und -verwendung sowie die Vermögenslage werden im Jahresabschluss hinreichend nachvollziehbar dokumentiert. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig. Eine Kontrolle des Vereins und seiner Gremien ist gegeben. Der "Aktion Kleiner Prinz - Internationale Hilfe für Kinder in Not - e.V.", Warendorf, kann das DZI Spenden-Siegel zuerkannt werden."
In der Verleihungsurkunde heißt es: Die Organisation "Aktion Kleiner Prinz - Internationale Hilfe für Kinder in Not - e.V.", 48321 Warendorf, hat die Leitlinien zur Selbstverpflichtung Spenden sammelnder Organisationen als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat alle dazu erforderlichen Angaben nach eigenem Bekunden richtig und vollständig gemacht und belegt. Diese wurden nach intensiver Prüfung in das Wohlfahrtsarchiv des DZI aufgenommen. Die Organisation ist berechtigt, das abgebildete Spenden-Siegel zu führen." (http://www.dzi.de)
In Deutschland gibt es ca. 200.000 gemeinnützige Vereine, die spendenberechtigt sind. Davon verfolgen ca. 2.000 sogenannte karitative Zwecke. Ca. 150 davon haben sich einer erfolgreichen Qualitätskontrolle durch das DZI unterzogen und führen das DZI Spenden-Siegel. Die "Aktion Kleiner Prinz" ist stolz, nun dazuzugehören. Die "Aktion Kleiner Prinz" freut sich, nun auch offiziell und von neutraler Stelle "empfohlen" zu werden.

Neben den aufgeführten zahlreichen Hilfsaktivitäten im Vereinsjahr 2001/2002 wurden viele kleine, sogenannte stille Hilfen für notleidende Kinder realisiert. Zu nennen ist an dieser Stelle stellvertretend für viele kleine Hilfen unsere finanzielle Unterstützung für einen Hilfstransport für ein Kinderheim in Polen. Vielen Ratsuchenden, die uns um eine Hilfe für ein notleidendes Kind ersuchten, konnten wir zwar keine unmittelbare Hilfe gewähren, dennoch war es uns möglich, den einen oder anderen erfolgreichen Hilfskontakt zu vermitteln.
Das Vereinsjahr 2002/2003 soll insbesondere auch der Verbesserung der organisatorischen Strukturen, insbesondere der wirksamen Funktionen unseres AKP-Büros, gewidmet werden. Die Sicherung dieser notwendigen organisatorischen Strukturen dient der zukunftsweisenden Festigung unserer erfolgreich tätigen ehrenamtlichen Kinderhilfsorganisation. Im Jahr 2003 begeht die "Aktion Kleiner Prinz" ihr 10jähriges Bestehen, so dass wir schon jetzt damit beginnen müssen, erfolgreiche Weichen, auch im organisatorischen Bereich, für das neue Jahrzehnt einer ebenso wirksamen Nothilfe für Kinder in Krisengebieten zu stellen. Mit Hoffnung und gemeinsamem Engagement für notleidende Kinder in den Krisengebieten dieser Welt wollen wir gemeinsam an diese große Aufgabe gehen.

Warendorf, den 19. März 2002
Klaus Schäffer
Vorsitzender

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Was wir tun

Die Aktion Kleiner Prinz unterstützt weltweit Projekte für Kinder in Not. Dabei folgen wir stets unseren Prinzipien, dass die Hilfe für konkrete Projekte ist und wir nachvollziehen können, wie die Mittel verwendet werden.

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Flüchtlingshilfe in Syrien

Mit Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz konnten mehrere tausend Dosen Babynahrung in Idlib an Familien aus Aleppo verteilt werden.

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WWT Fluechtlingshilfe Tuerkei

Kinderhilfe Nahost

Aktion Kleiner Prinz fördert nachhaltige Projekte für syrische und irakische Flüchtlinge.

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WWT Nepal

Erdbebenhilfe in Nepal

Zusammen mit dem Partner Kinderhilfe Nepal fördert die Aktion Kleiner Prinz den Wiederaufbau von Schulen.

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Krankenhaus in Afghanistan

Die Aktion Kleiner Prinz hat den mutigen Einsatz von Brigitte Weiler unterstützt, die mit ihrem Verein "Cabilla" Hilfe in Nord-Afghanistan leistete.

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Erdbebenhilfe in Haiti

Der Arzt Thomas Diehl von der Haiti-Nothilfe e.V. kümmert sich mit der Familieninitiative FMCS um Waisenkinder.

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WWT BunterKreis

Bunter Kreis

„Der bunte Kreis Münsterland e.V.“ kümmert sich um die Familiennachsorge bei schwer kranken neugeborenen Kindern.

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Waisenhaus in Indien

Die Aktion Kleiner Prinz baute mit Priester Victor ein Waisenhaus für Opfer des Tsunamis und beteiligt sich an der langfristigen Finanzierung.

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Bildungsprojekt in Uganda

Frau Pöhland verantwortet mit ihrer Organisation SCSU nachhaltige Bildungsprojekte in Nyabuteba, im Westen Ugandas.

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Schul- und Werkstattprojekt im Kongo

Die Aktion Kleiner Prinz unterstützt den Bau von Schul- und Werkstattzentren  in Kimbulu.

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Langzeit-Engagement im Kongo

Unter Leitung des gebürtigen Warendorfer Arztes Dr. Otte und mit finanzieller Hilfe der Aktion Kleiner Prinz wurde ein Krankenhaus gebaut.

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WWT Kindergarten Namibia

Kindergärten in Namibia

In den Elendsvierteln von Swakopmund hilft die Aktion Kleiner Prinz durch Spenden bei der Versorgung von Kindern in mehreren Kindergärten.

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WWT SanaHilfe

Sana Hilfe, Bosnien

Hilfe für eine Region am Fluss Sana im Nordwesten von Bosnien Herzegowina, die sehr stark von Hochwasser betroffen war.

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WWT BreadOfLife

Bread of Life, Bosnien

Bread of Life aus Prijedor führt ein Bildungsprojekt für Kinder aus sozial schwachen und kinderreichen Familien durch und unterstützt Bedürftige durch Second-hand-Läden. .

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WWT MalaSirena

Kindergarten Mala Sirena, Bosnien

Unterstützung für eine Einrichtung, die durch liebevolle & qualifizierte Arbeit Kindern aus traumatisierten, kriegsgeschädigten Familien hilft.

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WWT OASE

OASE in Banja-Luka

Die OASE leistete Hilfe bei psychischen und existenziellen Problemen nach dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina.

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WWT Reha StJosef

Reha-Zentrum Satu Mare

Die Aktion Kleiner Prinz unterstützt das einzige Reha-Zentrum für behinderte Kinder in Rumänien.

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KinderhilfeSiebenbuergen Kinderfoto

Romakinderhilfe Siebenbürgen

Die Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V hilft Roma-Familien dabei, in Eigenleistung Zwei-Zimmer-Häuser zu bauen.

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171217 Projekt Ljubija

Jugendzentrum Ljubija

Unterstützung für einen gemeinnützigen Verein in Ljubija, der die Lebenssitiation von Kindern in der Stadt verbessert.

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WWT BangonPhil

Bangon Philippinas

Nothilfe für den Wiederaufbau nach dem Taifun "Haiyan"auf den Philippinen. 

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WWT Weihnachtspaeckchen

Weihnachtspäckchenaktion

Die Aktion Kleiner Prinz führt seit 1995 eine Päckchenaktion für bedürftige Kinder in Krisengebieten Osteuropas durch.

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WWT Hilfstransporte

Hilfstransporte

1993 rollten die ersten Hilfstransporte ins umkämpfte Jugoslawien - seitdem sind mehr als 300 Transporte in diverse Krisengebiete geschickt worden.

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Jahresabschlüsse

Jedes Jahr erstellt die Aktion Kleiner Prinz zusammen mit einem Steuerberater den finanziellen Jahresabschluss für den Verein.

Der Jahresabschluss gibt einen Überblick über die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Außerdem enthält er diverse erläuternde Anhänge.

Ab dem Jahr 2011 sind die Berichte hier veröffentlicht (PDF):

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Grundsätze

Fördergrundsätze

Die Aktion Kleiner Prinz ist keine Stiftung, sondern ein Verein, der ausschließlich ehrenamtlich arbeitet.

Dies bedeutet, dass sich er bei der Realisierung von Hilfsmaßnahmen auf die Beschaffung von Geldmitteln (Spenden, Aktionen, Mitgliedsbeiträge) beschränkt und für die Umsetzung vor Ort auf ortskundige, verlässliche Partner (Organisationen, Personen) angewiesen ist.

Gefördert werden Projekte in Notfall-, Kriegs- oder Krisengebieten, die den Kindern Überleben, Nahrung, Wohnung, Gesundheit, Bildung etc. ermöglichen und sichern.

Bei der Auswahl der Fördermaßnahmen sind folgende Kriterien vorrangig: landeskundige, sachverständige und zuverlässige Partner vor Ort, Akuthilfe, Nachhaltigkeit, Transparenz.
Eine Förderung von Einzelfällen ist nicht vorgesehen und gemäß Vorstandsbeschluss ausgeschlossen.

Grunsätze zu Projektbegleitung und -controlling

Folgende Grundsätze verfolgt die Aktion Kleiner Prinz bei Projektcontrolling und -begleitung:

A Auswahl der Partnerorganisation

Die Aktion Kleiner Prinz arbeitet bei der Durchführung von Projekten mit Partnerorganisationen zusammen.

Um Projektrisiken zu minimieren, erfolgt die Auswahl einer Partnerorganisation in der Regel nach folgenden Kriterien:

Die Partnerorganisation engagiert sich nachweislich seit Jahren erfolgreich für Kinder in Not und/oder Ein verantwortlicher Vertreter der Partnerorganisation ist der Aktion Kleiner Prinz persönlich bekannt.

B Projektantrag und Projektbeschreibung

Die Partnerorganisation muss zur Förderung eines Projektes einen Projektantrag und eine Projektbeschreibung vorlegen mit Angaben zu den Zielen und Zielgruppen, sowie zu den Kosten und Risiken. Projektantrag und Projektbeschreibung werden im Vorstand der AKP geprüft und genehmigt.

C Vertragliche Grundlage

Grundlage der Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation ist eine Finanzierungsvereinbarung. In diesem Vertrag werden Rechte und Pflichten der Vertragsparteien geregelt. Projektantrag und Projektbeschreibung sind Bestandteil der Finanzierungsvereinbarung.

D Jahresplanung

Werden Projekte über mehrere Jahre gefördert, verpflichtet sich die Partnerorganisation zu Beginn eines jeden Jahres, eine Jahresplanung vorzulegen, mit Zielen, Messgrößen, Vorgaben und Aktivitäten sowie einem Budget.

E Projektfortschrittsbericht

Die Partnerorganisation berichtet bei Investitionsprojekten (z. B. Schulgebäude) während der Bauphase regelmäßig in geeigneter Form über den Fortschritt des Projektes.

F Projektbesuche

Die Projekte werden, soweit notwendig und vertretbar, regelmäßig besucht. Die Mitarbeiter der Aktion Kleiner Prinz bewerten Fortschritt, Konzeption und Management des Projektes. Sie überprüfen auch Buchhaltung, Finanzmanagement und Rechnungslegung. Über den Besuch wird ein Bericht verfasst.

G Jahresberichte

Der Projektverantwortliche eines Projektes, das über mehrere Jahre gefördert wird, legt einen jährlichen Bericht vor. Alle mehrjährigen Projekte, die mit mehr als 30.000 Euro p. a. gefördert werden, legen halbjährlich einen Bericht vor. Die Berichte sollen Auskunft über Aktivitäten, Zielerreichung und Budget geben. Erfolge sollen genauso dargestellt werden wie Schwierigkeiten und Probleme.

H Jahresabschluss / Kostennachweise

Partnerorganisationen, deren Projekte weitgehend allein von der Aktion Kleiner Prinz gefördert werden, legen einen Jahresabschluss vor, der ggf. von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert ist.

Bei einmaligen Projektförderungen, wie Anschaffungen oder Bauprojekten, werden Kostenaufstellungen der tatsächlich angefallenen Kosten (i. d. R. mit Rechnungskopien) vorgelegt.

 

 

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Links

DZI Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen bietet unabhängige Informationen zu vielen deutschen Hilfsorganisationen an. Wir haben das DZI-Spendensiegel seit 2002 in ununterbrochener Folge erhalten.
Theater Don Kid'Schote Theater für Kinder, Erwachsene und die ganze Familie.
Caritas Satu Mare Die Caritas ist in Satu Mare, Rumänien unser Projektpartner für die alljährliche Weihnachtspäckchenaktion.
Rappelkisten Flohmarkt Das Team der "Rappelkiste" unterstützt seit Jahren mit einem beträchtlichen Teil der Einnahmen aus ihrem Flohmarkt unser Waisenhaus in Indien.

Deutsche Säbelfechter-

Nationalmannschaft                 Die Nationalmannschaft der Deutschen Säbelfechter übernahm 2015 die Schirmherrschaft für die Aktion Kleiner Prinz

 
   

 

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Kontakt

Vereinsanschrift

Aktion Kleiner Prinz, Internationale Hilfe für Kinder in Not e.V.
Am Hartsteinwerk 5, 48231 Warendorf

Büro und Lager

Am Hartsteinwerk 5, 48231 Warendorf
Fon: 02581-784747, Fax: 02581-784748
E-Mail: Buero(at)Aktion-Kleiner-Prinz.de

Das Büro ist dienstags von 10-12 und donnerstags von 15-17 Uhr besetzt. In dieser Zeit nehmen wir auch gern Sachspenden für unseren Trödelmarkt und gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung entgegen. Die Kleidung wird teils auf dem Trödelmarkt zugunsten unserer Kinderhilfsprojekte verkauft, teils nach Rumänien oder Bosnien geschickt, wo sie an Bedürftige verteilt wird.

Ihre Ansprechpartner während der Öffnungszeiten

Büro:

Helmut Westekemper

Agnes Schönefeld

Ursula Vögeler

Barbara Zeitz

Sachspenden: 

 

verschiedene Helfer-Teams


Vorstand

Dr. Michael Quinckhardt (Vorsitzender) Fon: 02581-61 99 3
Martin Schulte (stellvertretender Vorsitzender, Sachspenden) Fon: 02581-62368                
Dieter Grothues (Projekte) Fon: 02581-60833, Fax: 782754    
Johannes Kremers (Finanzen) Fon: 02581-4604917
Ursula Vögeler (Schriftführerin, Büro) Fon: 02586-1222
Ricarda Reker-Nass (Pressearbeit) Fon 02581-3080
Eva-Maria Schmitz (Pressearbeit) Fon: 02583-809202
Klaus Chmiel (Beisitzer, Sachspenden-Annahme) Fon: 02581-3296
Marie-Luise Mönnigmann (Beisitzerin, Weihnachtspäckchenaktion)           Fon: 02581-62588
Marion Schubert (Beisitzerin, Aktionen, Weihnachtspäckchenaktion Fon: 02581-96064
Helmut Westekemper (Beisitzer, Verwaltung des Zentrums) Fon: 02581-941829
Wolfgang Wohlgemuth (Beisitzer, Transporte)                            Fon: 02582-65447  
     
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