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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Aktuelles zum Projekt "Bread of Life" (3)

Zusammenarbeit mit Bread of Life, Prijedor / Bosnien wird ausgeweitet

Ihren Besuch in Bosnien nutzte die Abordnung der Aktion Kleiner Prinz zu einem intensiven Gespräch mit Danko, Aldijana und Liljana von Bread of Life. Insbesondere ging es um das Thema Hilfstransporte und ihren Nutzen. Dieter Grothues hatte einen detaillierten Fragenkatalog vorbereitet, und die Mitarbeiter von Bread of Life konnten alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Sie äußerten den Wunssch, in Zukunft mehr Hilfstransporte zu erhalten. Natürlich ist in den Second-Hand-Shops von Bread of Life kein hoher Ertrag zu erzielen - die Menschen, die dort einkaufen, sind zu arm. Trotzdem wird genügend Gewinn zur Finanzierung verschiedener sozialer Projekte erwirtschaftet.


Im Anschluss an das Gespräch mit Bread of Life erhielten Dieter Grothues, Marie-Luise Mönnigmann, Ricarda Reker-Nass und Ursula Vögeler Gelegenheit, einige Second-hand-Shops und ein Möbellager zu besuchen.

Die Besuche bei Familien, deren Kinder im Schulprogramm sind, hinterließen bei den Reisenden einen bleibenden Eindruck. 
Der erste Besuch galt einer Roma-Familie. Ein Vater wohnt mit zwei kleinen Töchtern und einer sehr jungen zweiten Ehefrau (die Mutter der Kinder hat die Familie verlassen) in einem Einzimmerhaus. Die kleinen Mädchen, sieben und fünf Jahre alt, saßen auf einem zerschlissenen Sofa. Beide waren krank. Die Schuhe standen draußen im Schnee. Sowohl der Vater als auch seine junge Frau scheinen mit den Verhältnissen überfordert zu sein. 

 


Der zweite Besuch war nicht viel ermutigender. Auch hier hat die Mutter die Familie verlassen. Der Vater ist krank. Er hat Darmkrebs. Der zehnjährige Sohn wird im Schulprogramm durch Bread of Life unterstützt. Die Zimmerdecken sind marode. Das Schlafzimmer kann nicht mehr bewohnt werden, weil die Decke jeden Moment herabfallen kann. Durch die undichte Decke kommen Ratten, vor denen das Kind sich fürchtet. In der Küche steht ein Teller mit Rattengift. Ein Neubau kann nicht fertig gestellt werden, weil der Vater teure Medikamente benötigt.

Die Reisenden waren schockiert. Tröstlich war nur der Gedanken, dass die Unterstützung durch das Schulprogramm wenigstens den Kindern die Chance auf ein besseres Leben eröffnet.

Die Mitarbeiter von Bread of Life erklärten sich  bereit, nach der Pensionierung der Leiterin der Oase unter anderem deren "Frühstücksprogramm" weiterzuführen: In der Grundschule Mladen Stojanovic in Ljubija erhalten von insgesamt 180 Schülerinnen und Schülern 110 ein Frühstücksbrot, denn die Eltern schicken sie mit leerem Magen zur Schule. 

Wir sind überzeugt davon, dass die Aktion Kleiner Prinz durch die verstärkte Zusammenarbeit mit Bread of Life für viele Kinder viel Gutes bewirken kann.

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Erschütternder Bericht über Not von Kindern in Bosnien

201602 bosnien dietergrothuesdankomalesevicklauschmielTief bewegt berichteten Projektleiter Dieter Grothues, Klaus Chmiel und Dr. Michael Quinckhardt nach ihrer Projektreise über das, was sie in Bosnien erlebt und gesehen hatten: Familien in Not, Kinder, die unter Armut, teils sogar Hunger litten.
Seit Jahren engagiert sich die Aktion Kleiner Prinz in dem Land im Südosten Europas. Unter Anderem werden Schulspeisungen und Schulprojekte finanziert. Durch regelmäßige Projektbesuche werden die Ergebnisse kontrolliert und die Möglichkeit weiterer Hilfen erkundet.

Den vollständigen Bericht der drei Reisenden finden Sie hier:
Armut, Not und sogar Hunger sind näher, als man es sich hierzulande oft vorstellt. Ein nur eineinhalbstündiger Flug und eine zweistündige Autofahrt führten eine kleine Delegation der Aktion Kleiner Prinz nach Bosnien. Dort sind Not und Elend vielerorts zu spüren.

Seit Jahren engagiert sich die Aktion Kleiner Prinz in dem 3,8-Millionen-Einwohner-Land in Südosteuropa. Projektleiter Dieter Grothues, Klaus Chmiel und Dr. Michael Quinckhardt besuchten verschiedene Projekte der Warendorfer Hilfsorganisation.

Die Arbeitsreise begann mit Besuch von "Bread of Life" in Prijedor, einer Stadt im Nordwesten des Landes.
Seit zwei Jahren fördert die Aktion Kleiner Prinz dort das Schulprojekt "Erfolg durch Bildung", das von der christlich-humanitären Organisation für Kinder aus benachteiligten Familien ins Leben gerufen wurde und dessen Verlängerung jetzt beschlossen wurde.
Die notwendigen schulischen Unterstützungen funktionieren nur, wenn auch die Eltern einbezogen werden. Viele von ihnen können die Notwendigkeit von Bildung nicht einschätzen. Besonders bei Roma-Familien war diese Realität erkennbar. Dringend notwendige Freizeitangebote sind oftmals die einzige Möglichkeit, die Kinder regelmäßig stundenweise aus dem ärmlichen Alltagsleben herauszunehmen. Viele Eltern haben selbst kaum eine Chance, eine auch nur halbwegs angemessene Lebensqualität im häuslichen Umfeld zu geben. Die verhärmten Gesichter und die traurigen Augen der Kinder sowie die Trostlosigkeit der Umgebung machten betroffen. 

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Zweite Station der Reise war Ljubija, ein kleiner, verarmter Ort in der Nähe von Prijedor. Hier besuchte die Warendorfer Reisegruppe eine Schule. Mehr als 100 Schüler bekommen dort täglich ein Frühstücksbrot, das die Aktion Kleiner Prinz in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation "Oase" finanziert. Und das Hilfsprogramm umfasst mehr als das Frühstück: Familienbetreuung, Nachhilfestunden für schwache Schüler, Fahrtkosten, ärztliche Betreuung und Freizeitbetreuung. Auch für Schulmaterial wird gesorgt.

Der Abschluss der viertägigen Informationsreise führte die Reisegruppe nach Banja Luka, der Hauptstadt des serbischen Landesteils, in der die "Oase" zuhause ist. Die Aktion Kleiner Prinz ist alleiniger Sponsor dieser sozialen Einrichtung, die von Zorica Zubiç geleitet wird und die seit vielen Jahren eine beachtenswerte, erfolgreiche Arbeit leistet. Es gibt eine Vielzahl von Projekten, die es zu betreuen gilt: Schulspeisungen, Familienbetreuung, Schulmittelverfügungen, Nachhilfestunden, Freizeitbetreuung, Behindertenbetreuung, Gesundheitsberatungen. Das ganze „Sozialpaket" ist für die Kinder eine dringend notwendige Unterstützung. Ein mehrstündiges Arbeitsgespräch im Büro der „Oase" legte für dieses Jahr und für die nahe Zukunft die personellen und materiellen Bedingungen fest. Das Geleistete wurde kritisch beurteilt, das Finanzielle sorgfältig geprüft und die auftretenden Schwierigkeiten analysiert. Es gibt immer wieder Verbesserungen im Leben der Kinder, wenn immer und immer wieder mit unablässigen Zuwendungen, Aufmerksamkeiten und Einsätzen für sie gekämpft wird.
Weitere Schwerpunkte der Arbeitsreise waren ein Besuch in einem Waisenhaus, einer Betreuungseinrichtung für behinderte Kinder, und der Besuch besonders von der Armut betroffener Familien. Gespräche mit Eltern und Betreuern verdeutlichten die Schwierigkeiten vor Ort.
Ein weiteres Thema auf der Agenda waren auch die Hilfstransporte, die die Aktion Kleiner Prinz regelmäßig nach Bosnien schickt. Sie erfüllen zwei Aufgaben: Belieferung von Second-Hand-Läden, aus deren Erlös viele kleine Projekte bezahlt werden können, und die gezielte Verteilung der Sachspenden, besonders Kleidung, an die Ärmsten der Armen.

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Unterstützung für Schulprojekt in Bosnien wird fortgesetzt

Auf seiner letzten Sitzung beschloss der Vorstand der Aktion Kleiner Prinz, ein Schulprojekt der Organisation Bread of Life weiterhin finanziell zu unterstützen. Dank dieser Unterstützung können 30 Kinder aus bedürftigen Familien eine Schule besuchen. Wie überall, ist auch in Bosnien Bildung der einzige Weg aus der Armut. Dazu möchte die Aktion Kleiner Prinz Hilfestellung geben.

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Aktuelles zum Projekt "Bread of Life"