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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Dr. Ladislau Lang berichtet über Arbeit im Rehazentrum Satu Mare / Rumänien

Kind im Reha-ZentrumZu einem kurzen, aber sehr intensiven Meinungsaustausch kam eine Delegation der Caritas Satu Mare am vergangenen Wochenende nach Warendorf. Thema war insbesondere die Arbeit im Rehabilitationszentrum St. Josef, in dem Kinder mit Behinderung, Entwicklungsstörungen und Lernstörungen gefördert werden. Das Zentrum wird seit Jahren von der Aktion Kleiner Prinz in erheblichem Umfang finanziell unterstützt.
128 Familien haben sich, wie Dr. Lang berichtete, 2015 hilfesuchend an das Rehazentrum gewandt, davon wurden 86 neu in die Gruppen- und Einzeltherapieprogramme aufgenommen. Wie Dr. Lang betonte, ist die frühzeitige Intervention bei schwer odere mehrfach behinderten Kindern für ihre Familie, aber auch für die Fachleute eine große Herausforderung. Im Rehazentrum wird deshalb auch intensiv an neuen Konzepten gearbeitet.
Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Caritas die Arbeit des Rehabilitationszentrums St. Josef ohne die Hilfe der ausländischen Partner, insbesondere der Aktion Kleiner Prinz, nicht finanzieren könnte.

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Reha-Zentrum St. Josef für behinderte Kinder (Satu Mare/ Rumänien)

SatuMareIn den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verbreiteten Bilder von behinderten Kindern aus dem kommunistischen Rumänien in der ganzen Welt Entsetzen: Diese Kinder waren wie Vieh zusammengepfercht und in Massenverschlägen weggesperrt worden. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 war das Hilfsangebot aus den westlichen Ländern zunächst entsprechend groß.
In Satu Mare, im Nordwesten Rumäniens, entstand 1995 mit finanzieller Hilfe aus Deutschland ein Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder, das als ein Modellprojekt für ganz Rumänien galt. Als die ausländischen Geldquellen jedoch nach einigen Jahren versiegten und eine rumänische Finanzierung außerhalb des Möglichen lag, drohte das hoffnungsvolle Projekt zu scheitern. Auf einen Hilferuf hin übernahm die Aktion Kleiner Prinz, gemeinsam mit der Caritas in Satu Mare, die langfristige finanzielle Verantwortung für diese Einrichtung, die heute noch die einzige dieser Art im Lande ist.

Das Programm der Reha-Klinik umfasst Förderungsmaßnahmen für Kinder vom Säuglingsalter bis zum Alter von sieben Jahren. Hunderte von Kindern wurden in den vergangenen Jahren gefördert, viele von ihnen so weit, dass sie einen Kindergarten und anschließend eine Schule besuchen können. Zu den geförderten Kindern gehören auch viele Roma, die seit Jahrzehnten zu den besonders benachteiligten Randgruppen zählen.
Angewandt wird eine breite Palette von Frühförderungsmaßnahmen wie Krankengymnastik, heilpädagogische Förderung, Ergotherapie und Logopädie, überdies Erziehungshilfen für die oft hilflosen Angehörigen. Hierfür zur Verfügung stehen 20 Angestellte, darunter ein Kinderarzt, eine Psychopädagogin, zwei Krankengymnasten, drei Heilpädagogen, zwei Logopäden, drei Sozialarbeiter und zwei Bewegungstherapeuten. Alle Therapeuten arbeiten intensiv mit Kollegen im Ausland zusammen und beabsichtigen, in naher Zukunft selbst Fachkräfte für die Behindertenarbeit auszubilden.

Baby im Reha-ZentrumDr. Korsa, Leiter des Zentrums, sieht noch viel Handlungsbedarf, vor allem auch für die Kinder auf dem Lande: „Das Problembewusstsein und der Therapiewunsch sind in der Stadt deutlich ausgeprägter als auf dem Land. In den umliegenden Orten müssten Filialen aufgebaut werden, so dass ohne einen aufwendigen Fahrdienst Kinder von einer Pflegekraft in räumlicher Nähe behandelt werden können.“ Dr. Korsas Hoffnung, dass die versprochenen staatlichen Förderungsgelder ausreichen könnten, hat sich bisher nicht erfüllt. Die wirtschaftliche Situation in Rumänien ist seit dem EU-Beitritt eher schlechter als besser geworden, wie die Direktorin der Caritas, Frau Löchli, berichtet. Es wird noch viele Jahre dauern, bis das Land für diese segensreiche Klinik selbst aufkommen kann.
Bei ihren Besuchen konnten sich die Vertreter der Aktion Kleiner Prinz davon überzeugen, wie kompetent und liebevoll dort mit den Kindern umgegangen wird. Die weitere finanzielle Unterstützung der Klinik ist für die Aktion Kleiner Prinz ein humanitäres Muss.

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