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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Aktuelles zum Projekt "Krankenhaus in Afghanistan" (5)

Brigitte Weiler, unsere Projektpartnerin in Afghanistan, starb bei Terroranschlag

Soeben bekamen wir die traurige Gewissheit: Brigitte Weiler ist tot. Sie starb in der Nacht zum Sonntag bei dem verheerenden Terroranschlag auf das Intercontinental Hotel in Kabul. Wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt ihren Verwandten und Freunden.

Brigitte Weiler gründete 2004 den gemeinnützigen Verein Cabilla (Zufluchtsort), sammelte unermüdlich private Spenden und kaufte davon Kleidung und Schulsachen für Kinder in einem Waisenhaus und in Flüchtlingslagern sowie Medikamente für die Shaba-Klinik in einem unwegsamen Gebirgstal nördlich von Kabul, eine Klinik die weit und breit die einzige ist, die medizinische Versorgung bietet. Die gelernte Krankenschwester, Rettungssanitäterin und Schiffsoffizierin kannte Afghanistan, die Menschen dort und ihre Probleme bereits seit 1987 - damals war Afghanistan noch von den Russen besetzt. Da Brigitte Weiler auch die Landessprache beherrschte, konnte sie wirksam helfen. Sie stockte die Spenden regelmäßig aus eigener Tasche auf. Trotzdem reichte das Geld bei weitem nicht aus. Deshalb nahm sie 2007 Kontakt zur Aktion Kleiner Prinz auf, und seitdem unterstützt die Aktion Kleiner Prinz finanziell Frau Weilers mutigen Einsatz, der immer ganz besonders den Kindern galt. Frau Weiler reiste jährlich einmal nach Afghanistan, um Winterkleidung und Schulmaterial in den Gebirgsdörfern nördlich von Kabul zu verteilen und Medikamente zur Shaba-Klinik zu bringen. Nach der großen Flut in Pakistan im Jahre 2010 versorgte Frau Weiler 288 Familien mit dem Nötigsten und sorgte später gemeinsam mit "Aid for Refugees and Orphans" dafür, dass die Häuser von 92 Familien repariert oder neu aufgebaut werden konnten. Zweimal, 2008 und 2011, besuchte Frau Weiler die Aktion Kleiner Prinz, um persönlich über ihre Arbeit und ihre Pläne zu berichten.

Hier der Link zu einem Artikel aus den "Stuttgarter Nachrichten" mit weiteren Informationen.

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Brigitte Weiler berichtet über ihren mutigen Einsatz in Afghanistan

"Meine Hilfe für die Armen werde ich auf jeden Fall fortsetzen", so endet Frau Weilers Bericht. Sie schreibt, dass sie im letzten Winter der von ihr betreuten Klinik eine volle Ausstattung Medikamente für arme Menschen gebracht und 2200 arme Kinder in verschiedenen Gebirgsdörfern mit Schulmaterial und Winterkleidung versorgt hat.  Weil es ein kalter Winter war, führ sie mit zwei Allradfahrzeugen und Schneeketten in die Bergdörfer. Witwen und arme Familien wurden mit Nähmaschinen und Stoffen ausgestattet und teils mit Heizmaterial und Lebensmitteln versorgt.
Die Sicherheitslage in Afghanistan bleibt angespannt. Frau Weiler wörtlich: "In den ersten Wochen unseres Besuchs blieb es friedlich. Die Taliban können bei Regen und Schnee keine Anschläge mit Fernzündung verüben, weil es bei diesem Wetter zum Kurzschluss kommt. Als das Wetter besser wurde, gab es eine schwere Explosion mit 100 Verletzten und 25 Toten – und wir waren nur 100 Meter davon entfernt. Am Tag meines Abflugs gab es dann noch einen schweren  Anschlag mit 60 Toten und 110 Verletzten, sodass meine Leibwächter froh waren, als sie mich heil zum Flughafen gebracht hatten."

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Brigitte Weiler berichtet über ihren Hilfseinsatz in Afghanistan

"Die Sicherheit war nicht so schlecht wie beim letzten Mal; insgesamt ein erfolgreicher Einsatz", schreibt Brigitte Weiler. Vom 5. Januar bis zum 13. März hat sie sich in Afghanistan aufgehalten und viele Hilfen auf den Weg gebracht. Sie hofft weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch die Aktion Kleiner Prinz, um ihre Arbeit in Afghanistan fortsetzen zu können.

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Hier ein Auszug aus Frau Weilers Bericht:
"In den von der Lawinenkatastrophe im letzten Frühjahr betroffenen Dörfern Abdullakhel, Tol, Aréeju, Dostali und Shaba konnten wir insgesamt 1.300 Kinder mit Winterkleidung und Schulmaterial versorgen
Die SNI-Gehörlosenschule (Shelter Now International) in Kabul bekam von uns Schreibwaren für 50 Kinder.
Zwei armen Familien konnten wir mit Lebensmitteln und Kohle helfen. Sie leben in großer Armut.
Einem schwer kranken Jungen finanzierten wir den Flug nach Indien zur Behandlung.
Wir führten eine Erkundungsfahrt zu vier zerstörten Schulen durch und hoffen, in Zusammenarbeit mit SNI den Wiederaufbau zu erreichen.
Einen Brunnen in großer Tiefe durch Felsen mit schwerem Gerät zu bohren, war eine Kooperation von SNI und Cabilla. Bis zu 500 Familien haben nun sauberes Trinkwasser.
Die Shaba-Klinik in den Bergen und die deutsche TB-Klinik in Kabul erhielten von uns Medikamente.
Die Fahrt in die Dörfer mit Geländefahrzeugen und Schneeketten war atemberaubend und ein großes Abenteuer; wir fuhren bis 3.500 Meter hoch. Diese Dörfer hatten noch nie irgendwelche Hilfe bekommen.
Unser Safranprojekt ist gut angelaufen. Weitere Bauern werden von uns Setzzwiebeln bekommen."

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Hilfe für Opfer der Schneekatatstrophe in Afghanistan

Die Schneekatastrophe in Afghanistan Ende Februar hat das Gebiet hart getroffen, das seit Jahren von der Aktion Kleiner Prinz finanziell unterstützt wird. Unsere Projektpartnerin Brigitte Weiler möchte den Menschen dort helfen. Viele der Betroffenen kennt sie persönlich.
Auf seiner gestrigen Sitzung beschloss der Vorstand der Aktion Kleiner Prinz, Frau Weilers Antrag zu entsprechen, und 20.000 Euro für die Opfer der Schneekatastrophe zur Verfügung zu stellen.

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Weiterer mutiger Einsatz von Brigitte Weiler in Afghanistan

Trotz der schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan hat unsere Projektpartnerin Brigitte Weiler sich nicht davon abhalten lassen, auch im Winter 2014 ihre Hilfsaktionen im Land am Hindukusch fortzusetzen. Hier Auszüge aus ihrem Bericht :
"Bei unserem Einsatz vom 20. Oktober - 15. Dezember 2014 in Afghanistan und Pakistan konnten wir wieder vielen Menschen effektiv helfen.
15 01afghanistan000023 kIn Geozar und Ishkhashan bei Faisabad haben wir Opfer des Erdrutsches, des Bergrutsches und der Flut unterstützt. In einem entlegenen Gebirgstal, in Choschkak bei Shaba, in Chorn-Ghozu und in Prangt versorgten wir insgesamt 1.700 Kinder mit Winterkleidung und Schreibwaren, wir verteilten 13 Nähmaschinen und 750 Meter Stoff. Bei Faisabad erfolgte unsere Hilfe in Zusammenarbeit mit Shelter Now International."
Frau Weiler berichtet über die erfolgreiche Anlage eines Safran-Versuchsfeldes und medizinische Hilfe wie Augen-Operationen und Behandlungen. Dank der Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz konnte Frau Weiler die Kosten übernehmen. Außerdem wurden mehrere Familien mit Lebensmitteln und Heizmaterial sowie Schlafmatten und Steppdecken unterstützt. Eine Witwe mit fünf Kindern bekam eine Ziege, die die Familie jetzt mit Milch versorgt.

Über die augenblickliche Situation in Afghanistan schreibt Frau Weiler:
"Dieses Jahr war in Afghanistan die Hölle los, die Sicherheitslage war so schlecht wie noch nie zuvor; gegen Jahresende waren es zwei bis drei Explosionen pro Tag, Selbstmordattentäter und Improvisierte Sprengsätze (IED). Meine Leibwächter haben ständig das Auto bewacht, damit niemand ein Magnet-IED unters Auto heften kann. Ohne Bewachung bin ich keinen Schritt zu Fuß gegangen. In dieser Zeit wurde in Kabul auch eine südafrikanische Familie bei einem Anschlag der Taliban umgebracht, nur die Mutter überlebte, weil sie zu dieser Zeit im Krankenhaus arbeitete.
Dank meiner guten Leibwächter bin ich heil wieder zurückgekommen. Wir werden trotzdem weiterhin die Armen unterstützen; Ihre Spendengelder finden immer eine nützliche Verwendung."

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