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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Treffen der Aktion Kleiner Prinz mit dem Bunten Kreis Münsterland

Die Nachsorgeschwestern vom "Bunten Kreis Münsterland" treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. Beim ersten Treffen 2019 im Marienhaus des Franziskushospitals in Münster begrüßte die Vorsitzende Petra Becks neben ihren sechs Mitarbeiterinnen die zuständige Psychologin Annerieke Diepholz sowie den kommissarischen Vorsitzenden der Aktion Kleiner Prinz, Dr. Michael Quinckhardt, und Pressereferentin Ricarda Reker-Nass. 

Seit 18 Jahren betreuen die Nachsorgeschwestern Frühgeborene und ihre Eltern, sobald diese das Krankenhaus verlassen haben und sich in der häuslichen Umgebung in einer veränderten Realität zurechtfinden müssen. Seit 10 Jahren unterstützt die Aktion Kleiner Prinz diese Arbeit, indem sie zwanzig monatliche Arbeitsstunden einer Nachsorgeschwester oder "Case-Managerin" finanziert. Case Managerin für den Kreis Warendorf ist seit langen Jahren Hille Dreckmann. „Wir Nachsorgeschwestern, die ja in verschiedenen Krankenhäusern stationiert sind, können ganz schnell eingreifen, wenn es Probleme gibt,“ erklärt sie ihre Tätigkeit. „Wir kennen die Kinder und ihre Eltern aus dem stationären Bereich, haben als erste Kontakt mit ihnen. So können wir schon die ersten Schritte begleiten.“ Und das ist sehr hilfreich, sind doch die Frühgeborenen in ihrer Unreife oft durch die verschiedensten Komplikationen belastet. Häufig sind es Darm- und Atemprobleme oder Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Es kommen aber auch Hirnblutungen, Krampfanfälle, Nierenprobleme vor. Mit all dem müssen Eltern fertigwerden, die sich eigentlich auf ein gesundes Kind gefreut hatten und nun plötzlich vor ungeahnten Schwierigkeiten stehen. Nachdem die spezielle Problematik des Kindes analysiert ist, sorgen die Case-Managerinnen dafür, dass die Eltern alle zur Verfügung stehenden Hilfsangebote wahrnehmen können. „Das ist gar nicht so einfach. Man muss wissen, wer unter welchen Bedingungen welche Hilfe der Krankenkassen oder der Kommunen in Anspruch nehmen kann“, stellt Petra Becks klar. „Pflegestatus, Pflegegeld, Pflegedienst – das sind wichtige Begriffe, mit denen man umgehen lernen muss. Und oft sind die jungen Eltern noch so von der für sie unerwarteten Situation in Anspruch genommen, dass sie unbedingt Hilfe brauchen. Sei es bei der Pflege des Kindes zu Hause, sei es bei der Logistik, also der Einbeziehung aller möglichen Hilfsquellen.“
Wichtig zu wissen ist auch, dass der „Bunte Kreis“ sich zu 60 Prozent aus Spenden finanziert. „Wir bleiben so lange in der Familie, bis wir die Nachsorge guten Gewissens beenden können“, so Petra Becks. „Das geht nur, weil wir Spenden bekommen.“
„Wir sind sehr beeindruckt von dem, was wir heute hier erfahren haben“, bedankt sich Michael Quinckhardt abschließend bei dem Team. Die Aktion Kleiner Prinz wird die wichtige Arbeit von Hille Dreckmann und ihren Kolleginnen weiterhin unterstützen.
Wer dafür spenden möchte, kann das tun unter:
DE36 4005 0150 0062 0620 62, Stichwort „Bunter Kreis“

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