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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Maria Mussaeus berichtet über Projektreise in den Kongo

"Beim Anflug auf Kimbulu war eine zusätzliche Schleife nötig, da die Ziegen noch nicht von der Fahrbahn vertrieben worden waren", erzählt Maria Mussaeus. Die Projektreise in den Kongo begann mit einem 10 1/2-stündigem Flug bis Kinshasa und einem weiteren 1 3/4 stündigen Flug nach Kimbulu. Gemeinsam mit Marion und Dr. Timm Schubert hatte Maria Mussaeus unseren  Projektpartner, Dr. Berndt Otte, und den Handwerker Rudi Schmitz in den Westen des Kongos begleitet. Tief beeindruckt berichtet Maria Mussaeus weiter:

"Dann standen dort hunderte von Kindern, winkend, lachend und begrüßten uns, natürlich vor allem „ihren Dr. Otte“ mit Liedern, Poems und umwerfender Fröhlichkeit. Dieses Bild sollte sich alle Tage wiederholen: Kinder, die „Modele“ „Weiße“ rufen, die mitlaufen und ihre Freude herrlich zeigen
Zu Fuß erreichten wir die Schule, die die Aktion Kleiner Prinz durch den Bau der "école primaire" und "école secondaire" (Grund- und weiterführende Schule) unterstützt hat, ebenso wie den Mehrzweckraum mit der Bücherei. Wieder versammelte sich eine heitere Schar von Kindern und Lehrern, und man trug Lieder, Gedichte und Sketche vor. Ein Rundgang in dem Schulensemble zeigte karge, saubere Gebäude, offen, Bankreihen, Fenster aus versetzten Steinen, keine Türen. „Unsere" Gebäude waren sogar blau gestrichen. All das war dem Standard des Landes entsprechend, und die sich vorstellenden Lehrer waren stolz darauf.
Beim Rundgang hatten wir ein Gebäude falsch eingeschätzt. Wir dachten es sei ein Stall. Auf Nachfrage erfuhren wir, es war die "école maternelle", der Kindergarten für 57 Kinder. Gestampfter Boden, nichts, kein Stuhl, kein Tisch, schon gar kein Spielzeug oder Bilder. Uns blieb ein bisschen die Luft weg. Als wir am nächsten Tag während des laufenden Betriebs dorthin kamen, sahen wir, dass die Kinder dicht gedrängt auf mitgebrachten kleinen Plastikstühlen saßen. Kein Tisch zum Malen oder Basteln. Gleichzeitig ging uns allen Drei die Frage durch den Kopf: Sollte die Aktion Kleiner Prinz hier helfen?" -

Der Gedanke "hier sollten wir helfen" kam den Reisenden in den kommenden Tagen noch häufiger. Im 240 km entfernten Bandundu, das die Reisegruppe mühsam über holprige Wege erreichte, entstehen Werkstätten. Die Tischlerwerkstatt ist bereits fertig. Als nächstes soll eine Näherei folgen, dann eine Autowerkstatt, eine Radwerkstatt, eine Bäckerei und eine Töpferei. All diese Projekte sind sehr sinnvoll. "Da viele Jugendliche nach der Schule keine Arbeit haben, ist diese praktische Ausbildung hervorragend. Die Fähigkeiten werden ihren Lebensunterhalt sichern und das Land voranbringen", schreibt Maria Mussaeus. Es bleibt also in den nächsten Jahren noch viel zu tun.

Das ausführliche Interview mit Maria Mussaeus finden Sie hier als pdf-Datei zum Herunterladen.



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